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Biogasanteil wird erhöht

Bern, 22. November 2018. Die erfolgreiche Umsetzung des Richtplans Energie der Stadt Bern erfordert konkrete Massnahmen. Eine davon ist die Erhöhung des Biogas-Anteils im Standardprodukt von 5 auf 10 Prozent und im Alternativprodukt von 20 auf 30 Prozent. Der Gemeinderat hat die damit verbundene Tarifanpassung von Energie Wasser Bern genehmigt.

CO2–neutrales und erneuerbares Biogas ermöglicht, mit bestehenden Heizsystemen den Anteil erneuerbarer Energien in der Wärmeversorgung zu erhöhen. Damit leistet es einen wichtigen Beitrag an die Umsetzung des Richtplans Energie der Stadt Bern. Energie Wasser Bern erreicht mit der Erhöhung des Biogas-Anteils im Standardprodukt von heute 5 auf neu 10 Prozent und im Alternativprodukt von bisher 20 auf neu 30 Prozent eine Reduktion des CO2-Ausstosses. Eine weitere konkrete Unterstützung für die Stadt Bern auf dem gemeinsamen Weg in eine nachhaltige Energiezukunft.

Mehr Biogas entspricht weniger CO2

Die Revision des kantonalen Energiegesetzes (KEnG), über welche am 10. Februar 2019 abgestimmt wird, zielt in die gleiche Richtung. Sie sieht bei Heizungssanierungen einen erneuerbaren Wärmeanteil von mindestens 10 Prozent vor. Dieser kann mit dem neuen Standardprodukt mit 10 Prozent Biogas problemlos und umgehend erfüllt werden. Bei gleichbleibendem Verbrauch führt die Erhöhung der Biogasanteile zu einer jährlichen Einsparung von 3‘843 Tonnen CO2 – ohne Komforteinbusse und ohne Heizungsumbauten. Dies entspricht der durchschnittlichen CO2-Emission von 818 Schweizer Einwohnerinnen und Einwohnern.

Zertifizierte Ökostandards

Ergänzend zum lokal produzierten einheimischen Biogas aus der Biogasanlage der Ara Region Bern AG wird Energie Wasser Bern rund einen Drittel der zukünftig zum Heizen benötigten Biogasmenge im europäischen Ausland einkaufen. Das europäische Biogas erfüllt die gleichen ökologischen Standards wie der heimische Energieträger: Es stammt aus zertifizierten Anlagen und wird ausschliesslich aus biogenen Abfällen gewonnen. Die Nutzung von eigens für die Energieproduktion angepflanzten, nachwachsenden Rohstoffen ist untersagt.

Aus der Produkteanpassung sowie höheren Kosten für die Erdgasbeschaffung resultiert eine Erhöhung der Gesamtkosten für den Erdgas- und Biogasbezug im Standardprodukt um durchschnittlich 0,45 Rappen pro Kilowattstunde.

Für einen Beispielhaushalt mit einem durchschnittlichen jährlichen Verbrauch von 10‘000 Kilowattstunden für das Heizen einer 4½-Zimmerwohnung erhöhen sich die Ausgaben damit um rund 39 Franken im Jahr. Entscheidet sich der Kunde oder die Kundin für ein Produkt mit einem anderen Biogas-Anteil verändern sich die Gesamtkosten entsprechend.

Biogasanteil wird erhöht Berechnungsbeispiel