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Interview mit Jérome Bürkli, Vorarbeiter Fernwärme

Jérôme Bürkli arbeitet seit rund drei Jahren bei Energie Wasser Bern (ewb), eineinhalb Jahre davon als Fernwärme Vorarbeiter. Als gelernter Heizungsmonteur und diplomierter Schweissfachmann ist der 30-jährige mit seinem Team für den Unterhalt und die Reparatur der Fernwärme-Rohre und für die Netzanschlüsse zuständig.

Hattest du bereits Vorkenntnisse im Bereich Fernwärme, als du bei Energie Wasser Bern begonnen hast zu arbeiten, oder war das «learning by doing»?

Vor rund 10 Jahren arbeitete ich als Heizungsmonteur auf Baustellen und kam das erste Mal mit dem Thema Fernwärme in Berührung, was mich damals schon sofort faszinierte. Dies war der Auslöser, der mich später zu ewb brachte. Bis es aber soweit war, eignete ich mir diverse Schweissverfahren an, da nur zertifizierte Schweisser Fernwärmeanlagen schweissen dürfen. Etwa ein halbes Dutzend zusammengeschweisste Fernwärme Hochtemperaturanlagen später wusste ich zwar immer noch «nichts», wenn man bedenkt, wie umfassend das Thema Fernwärme ist - doch der Grundstein war gelegt. Als ich mich bei ewb bewarb, haben mir die gesammelten Erfahrungen geholfen.

 

Hast du speziell im Bereich Fernwärme eine Weiterbildung gemacht?

Ich absolviere zurzeit als einziger Schweizer eine Ausbildung zum «Fernwärme Netzmeister» in Dresden, da es in der Schweiz momentan keinen entsprechenden Lehrgang gibt.

 

Was magst du besonders an deiner Arbeit?

Eine grosse Motivation für meine Arbeit ist es, für die Stadt Bern tätig zu sein. Zu wissen, dass ich mit meinen Fähigkeiten dazu beitrage, die Stadt im Bereich der Fernwärme zu unterhalten und auszubauen, ist ein gutes Gefühl. Ich finde zudem spannend, dass Fernwärme bei uns ein abteilungsübergreifendes Thema ist. In den eineinhalb Jahren als Vorarbeiter konnte ich mich mit den verschiedenen Abteilungen, welche sich mit Fernwärme beschäftigen, vernetzen. Ich bin überzeugt, dass der Austausch nicht nur interessant, sondern zentral ist, um das Thema Fernwärme voranzutreiben.


Was sind spezielle Herausforderungen bei deiner Arbeit?

Wir arbeiten mit heissen Medien und hohem Wasserdruck. Es ist deswegen unerlässlich, unsere Einsätze akribisch zu planen. Nur so kann ich mein Team sicher durch die Projekte führen.

 

Was ist toll an deinem Team?

Jeder bringt maximale Leistung und «no äs bizäli meh». Alle haben ein grosses Interesse an Fernwärme - dies fördert den Teamgeist in unserer Gruppe. Die Arbeit mag beschwerlich, schweisstreibend und manchmal endlos sein, aber jeder von uns trägt ein Lächeln im Gesicht. Weil jeder weiss, dass es allen gleich geht.


Welche Eigenschaften muss ein neues Teammitglied mitbringen?

Man braucht eine schnelle Auffassungsgabe und muss Gelerntes rasch umsetzen können. Zudem sollte man körperlich so konstituiert sein, dass man mit grosser Hitze umgehen kann und keine Scheu vor engen Räumen hat. Von Vorteil sind die erworbenen Schweisser-Zertifikate 311 und 141 sowie Vorkenntnisse im Bereich Fernwärme Hoch- und Niedertemperatur und eine Ausbildung als Heizungsmonteur EZF.  


Warum sollte sich jemand beruflich in Richtung Fernwärme weiterentwickeln?

Unsere Welt erfordert dringend einen Wandel in Bezug auf den Umgang mit Energie und Ressourcen. Die von ewb betriebene Kehrichtverbrennungsanlage liefert erneuerbare Energie und ist somit zukunftsorientiert. Aber nicht nur wir, sondern auch kleinere Verbünde suchen geschulte Fachkräfte und ich denke, mit der fortschrittlichen Energie- und Klimapolitik wird die Nachfrage noch zunehmen.




 
Es sind immer wieder Stellen im Bereich Fernwärme offen, wir freuen uns aber auch auf deine Spontanbewerbung.

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