Wärmeverbund Bern-Nordost

Klimafreundliche Wärme für Berns Nordosten: Wichtiger Meilenstein für das neue Fernwärmenetz erreicht

Bern, 5. März 2026. Energie Wasser Bern prüft die Erschliessung des Nordostens von Bern mit einem neuen Fernwärmenetz. Hauptpfeiler der neuen Wärmeversorgung soll die Nutzung von klimafreundlicher, lokal produzierter Wärme aus der Aare sein. Mit der Konzessionserteilung der Wassernutzung und der Baubewilligung für das Fassungsbauwerk durch den Kanton Bern hat Energie Wasser Bern grünes Licht zur Weiterentwicklung dieses innovativen Projekts erhalten. Parallel dazu informiert Energie Wasser Bern zurzeit die interessierten Liegenschaftseigentümer:innen über Fernwärme als nachhaltige Heizlösung und über den Stand und geplanten Verlauf des Projekts.

Energie Wasser Bern (ewb) gestaltet die Energiewende in der Stadt Bern aktiv mit und trägt mit dem Bau von Wärmenetzen und erneuerbaren Produktionsanlagen wesentlich zur CO2-Reduktion der Stadt Bern im Bereich Wärme bei. Dazu prüft ewb, inwieweit auch die nordöstlichen Quartiere von Bern mit einer nachhaltigen Fernwärmelösung versorgt werden können. Aktuell werden interessierte Liegenschaftseigentümer:innen über Fernwärme als nachhaltige Heizlösung sowie über den Stand und geplanten weiteren Verlauf des Projekts informiert.

Aare ist Hauptfeiler der lokalen und klimafreundlichen Wärmeversorgung

Während die Wärme im Westen von Bern hauptsächlich von der Kehrichtverwertung der Energiezentrale Forsthaus stammt, muss im Nordosten der Stadt zuerst eine erneuerbare Produktionsinfrastruktur aufgebaut werden. Deren Hauptfeiler ist die Nutzung von Umweltwärme aus der Aare. Dazu wird am westlichen Aareufer auf der Höhe der Engehalde ein Fassungsbauwerk Aarewasser durch eine bestehende Kaverne von ewb leiten. Hier wird dem Wasser Wärme entzogen und über einen getrennten Kreislauf zu zwei Energiezentralen transportiert, welche die Liegenschaften in den benachbarten Quartieren mit der lokal produzierten, klimafreundlichen Wärme versorgen.

Konzession für Nutzung des Aarewassers: Kanton gibt grünes Licht

Für den Bau des Fassungsbauwerks und für die Entnahme bzw. Rückgabe des Wassers aus der Aare hat ewb Ende Dezember 2024 beim Amt für Wasser und Abfall (AWA) des Kantons Bern ein Konzessionsgesuch eingereicht. Im Oktober 2025 hat der Regierungsrat eine Nutzung des Aarewassers für 40 Jahre sowie die Baubewilligung für das Erstellen einer Wassernutzungsanlage genehmigt und den entsprechenden Gesamtentscheid zuhanden des Grossen Rates verabschiedet. Dieser hat die Konzession und die Baubewilligung am 4. März 2026 erteilt.

Keine spürbaren Auswirkungen auf Flora und Fauna

Damit hat ewb grünes Licht für die weitere Projektierung der Energiezentralen Aare. Gesamtprojektleiter Michael Balmer: «Die Erteilung der Konzession ist ein wichtiger Meilenstein für den Fernwärmeausbau Bern Nordost. Und die Erteilung der Baubewilligung, für welche wir unter anderem diverse umwelttechnische Untersuchungen durchführen mussten, unterstreicht, dass die Nutzung lokaler Energie aus der Aare unter Einhaltung der gesetzlichen Vorgaben und ohne spürbare Auswirkungen auf Flora und Fauna möglich ist.» Die Bauarbeiten für das Fassungsbauwerk und die Energiezentralen starten gemäss aktueller Planung ab 2027, so dass ab Ende 2031 – abgestimmt auf den Terminplan des Netzausbaus – erste Liegenschaften mit klimafreundlicher und lokal produzierter Wärme aus der Aare versorgt werden können.

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Sabine Krähenbühl
Mediensprecherin

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