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Energie Wasser Bern verzeichnet 24 Mio. CHF Gewinn

Jahresabschluss 2017 von Energie Wasser Bern

Im Geschäftsjahr 2017 erwirtschaftete Energie Wasser Bern in einem dynamischen Marktumfeld ein Ergebnis von 24 Millionen Franken. An die Stadt Bern entrichtete der städtische Energieversorger 22.5 Millionen Franken.

In einem umkämpften Marktumfeld vermochte sich Energie Wasser Bern mit einem soliden Ergebnis zu behaupten. Der 2017 vom städtischen Energieversorger erwirtschaftete Jahresgewinn beläuft sich auf 24 Mio. Franken. Damit fällt das Ergebnis 8.8 Mio. Franken tiefer aus als im Vorjahr. Grund dafür sind mehrere Sondereffekte. An die Stadt Bern entrichtete das Unternehmen 22.5 Mio. Franken und alimentierte den Ökofonds zusätzlich mit 2.5 Mio. Franken.

Positive und negative Sondereffekte

Die Jahresbilanz 2017 von Energie Wasser Bern enthält mehrere Sondereffekte: Einerseits sind im Jahresabschluss Forderungsverzichte auf Darlehen sowie Wertberichtigungen auf Beteiligungen enthalten. Zudem wurde eine Rückstellung von 10.7 Mio. Franken für den Wechsel vom Leistungs- zum Beitragsprimat gebucht. Andererseits konnten ein Kapitalrückfluss aus einem auslaufenden Energieliefervertrag sowie die positive Börsenentwicklung des Stilllegungs- und Entsorgungsfonds des Kernkraftwerks Gösgen das Ergebnis positiv beeinflussen.

Cashflow-Management zahlt sich aus

Der Geldfluss aus Betriebstätigkeit (operativer Cashflow) betrug zum Jahresabschluss 89.7 Mio. Franken. Im Jahr 2013 wurde mit der Inbetriebnahme der Energiezentrale Forsthaus (EZF) eine mehrjährige Phase mit sehr hohen jährlichen Investitionen abgeschlossen. Seit 2014 widerspiegeln die Investitionskosten die Erneuerung und Modernisierung sowie der Ausbau der verschiedenen Verteilnetze im Versorgungsgebiet von Energie Wasser Bern. 2017 erwirtschaftete Energie Wasser Bern einen Free- Cash Flow von 58.2 Mio. Franken. Dieser ermöglichte im Berichtsjahr die Amortisation von Fremdkapital in der Höhe von 25.8 Mio. Franken.

Umfeld und Ausblick

Am 21. Mai 2017 hat das Schweizer Stimmvolk das revidierte Energiegesetz angenommen. Dieses ist seit dem 1. Januar 2018 in Kraft und sieht eine substanzielle Erhöhung der Energieeffizienz vor, soll erneuerbare Energien fördern und verbietet den Bau neuer Kernkraftwerke. Diese in der nationalen Energiestrategie definierten Ziele entsprechen dem Weg, den die Stadt Bern und Energie Wasser Bern mit dem Ausstieg aus der Kernenergie bereits im Jahr 2010 eingeschlagen haben.

In Einklang mit der Energiestrategie 2050 des Bundes sind auch die Vorgaben des städtischen Energierichtplans 2035. Bei der Umsetzung dieser Vorgaben spielt Fernwärme eine wichtige Rolle. Deshalb will Energie Wasser Bern in den kommenden Jahren einerseits das bestehende Fernwärmenetz verdichten und andererseits weitere Quartiere in der Stadt erschliessen.

Jahresabschluss Energie Wasser Bern 2017

(Veränderung gegenüber Vorjahr in Prozent)

  2017 Abw. %
Betriebserterag 413.8 MCHF 0.1%
Betriebsaufwand -300.1 MCHF - 0.8%
Betriebsergebnis (EBIT) 49.1 MCHF - 4.8%
     
Ausgewiesenes Jahresergebnis 24.0 MCHF - 26.8%
Ausschüttung Stadt Bern 22.5 MCHF 0.0%
Ausschüttung Ökofonds 2.5 MCHF 0.0%
     
Personalbestand in Stellen (zu 100%) 583 Personen - 0.5%
     
Abgegebene Energie (Elektrizität) 2'081 GWh - 3.6%
Abgabe erneuerbare Energie/KEV im Ausland 314 GWh 29.2%
Abgabe erneuerbare Energie/KEV in der Schweiz 59 GWh 9.3%
Gasverkauf 1'266 GWh - 1.2%
Fernwärmeverkauf 261 GWh 0.1 %
Verwerteter Kehricht 136'710 t 7.7%
Wasserabgabe 13'516'000 m3 2.9%
Jahresabschluss 2017 von Energie Wasser Bern