
Batteriespeicher
Eine Photovoltaikanlage produziert bei Sonnenschein tagsüber jede Menge Solarstrom. In vielen Haushalten ist der Stromverbrauch jedoch am Abend am höchsten – dann, wenn gekocht wird, der Geschirrspüler läuft oder der Fernseher eingeschaltet ist. Mit einem Batteriespeicher lässt sich der tagsüber produzierte Solarstrom speichern und später nutzen. Energie Wasser Bern unterstützt die Installation eines Batteriespeichers mit Förderbeiträgen.
«Den Anstoss, eine längst geplante energetische Sanierung umzusetzen, gab der Ukrainekrieg», meinte Peter Rosatti, als er mit seiner Familie beschloss, die Mehrfamilienliegenschaft im Berner Breitenrainquartier zu sanieren. «Wir wollten unabhängig sein vom Gas aus Russland. Deshalb setzten wir anstelle einer Gasheizung auf eine Erdsonden-Wärmepumpe .» Auf dem neu isolierten Dach wurden Photovoltaikziegel mit einer Leistung von 17.67 kWp installiert. «Mit den Solarziegeln können wir die Fläche des Dachs optimal nutzen», begründet Rosatti den Entscheid für diesen Solaranlagen-Typ. Der Zusammenschluss zum Eigenverbrauch (ZEV) ermöglicht es allen Wohnparteien den lokal produzierten Solarstrom gemeinsam zu nutzen. Zusätzlich verbessert ein Batteriespeicher die Wirtschaftlichkeit der Solaranlage.

Solarstrom in den Abend retten
Das deckt sich mit den Erfahrungen von ewb: Mit einem Batteriespeicher kann der Eigenverbrauch der privaten PV-Anlage massiv verbessert werden. Während eine typische Photovoltaikanlage auf einen Solarstromeigenverbrauch von 30 Prozent kommt, erhöht der Batteriespeicher den Eigenverbrauch auf bis zu 70 Prozent.
Energie Wasser Bern und der Ökofonds fördern die Installation eines Batteriespeichers mit einem einmaligen Beitrag in der Höhe von 100 Franken pro Kilowattstunde Speicherkapazität. Der Maximalbetrag liegt bei 5'000 Franken. Zusätzlich richtet Energie Wasser Bern auch für den Umstieg auf nachhaltige Wärmelösungen Förderbeiträge aus. Mit den Förderprogrammen von ewb, dem Bund und dem Kanton wurden rund 13 Prozent der Kosten für die energetische Sanierung der Liegenschaft von Peter und Christine Rosatti finanziert.
«Insgesamt konnten wir den Energieverbrauch dank den Sanierungsmassnahmen von 81’000 kWh auf 26’200 kWh oder anders gesagt um rund 67 Prozent senken», erklärt Rosatti. «Die enorme Einsparung hat uns überrascht und das Ziel 'weg vom Gas' ist erreicht.»

Die Förderprogramme von ewb
Der Leistungsauftrag der Stadt Bern an Energie Wasser Bern umfasst unter anderem die Produktion und den Vertrieb von erneuerbaren Energien sowie die Förderung der Energieeffizienz. Natürlich möchte Energie Wasser Bern auch weitere Kundinnen und Kunden zum bewussten Umgang mit den Energieressourcen ermutigen. Die Förderprogramme erleichtern es, auf erneuerbare Energien umzusteigen. Gemeinsam kann viel bewegt werden.


