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Wie man als Mieter seinen Fussabdruck verkleinert

Der ökologische Fussabdruck misst den Verbrauch der natürlichen Ressourcen und sagt aus, wie viel Fläche auf der Erde wir für die Produktion der Ressourcen, die unser Lebensstil beansprucht, benötigen. Der Bereich Wohnen macht in Bern beispielsweise durchschnittlich rund 19% unseres Fussabdruckes aus. Doch wie kann man als Mieter in diesem Bereich Energie sparen? Und welche anderen Hebel hat man als Mieter? Energieberater, Michael Samboni, gibt Tipps, wo man aktiv werden kann.

Kann man als Mieter überhaupt entscheidend etwas dazu beitragen, Energie einzusparen?

Um der globalen Klimaerwärmung entgegenzuwirken, ist es notwendig, dass jeder seinen Beitrag leistet, um energiebedingte Treibhausgas-Emissionen einzusparen. Obwohl die Mieter begrenztes Potenzial haben, können diese in der Summe einen Beitrag leisten.


Welche Geräte sind die grössten Stromfresser?

In einer Wohnung sind die grössten Stromverbraucher der Kochherd und Backofen, die Beleuchtung, der Wäschetrockner sowie der Geschirrspüler. Im Winter werden gerne auch mobile Elektroheizgeräte eingesetzt, diese sind jedoch enorme Stromfresser.


Wie kann man als Mieter effektiv Energie sparen?

  • Die Warmwassererzeugung braucht relativ viel Energie. Mit bewussterem Dusch- und Badeverhalten kann man Energie sparen.
  • Bei der Raumtemperatur kann man darauf achten, dass man nicht gleich auf 23 Grad, sondern vielleicht lediglich auf 21 Grad Raumtemperatur heizt. Wenn man den ganzen Tag ausser Haus ist, kann man die Raumtemperatur auch mal auf 20 Grad reduzieren. Es gibt auch programmierbare Ventile, die unkompliziert an den Radiatoren in Mietwohnungen angebracht werden können. Damit kann die Raumtemperatur stundengenau den eigenen Bedürfnissen angepasst werden.    
  • Was elektronische Geräte angeht, hat man verschiedene Möglichkeiten, den Stromverbrauch zu optimieren. Es lohnt sich auf lange Sicht, wenig genutzte Geräte nicht im Standby laufen zu lassen, sondern komplett vom Stromnetz zu trennen und nur bei Bedarf einzustecken.
  • Bei der Beleuchtung ist sicherlich LED der neuste Stand der Technik.
  • Zur Raumlüftung empfiehlt sich das Stosslüften, auf Kippfenster sollte während der Heizsaison verzichtet werden.
 

Welche weiteren Massnahmen können Sie sonst noch empfehlen?

Den grösseren Hebel hat man als Mieter tatsächlich weniger beim Thema Wohnen, sondern bei persönlichen Dingen wie Reisen und Ferien: Man kann beispielsweise darauf achten, weniger oft mit dem Flugzeug in die Ferien zu fliegen und Ferien in der näheren Umgebung zu planen. Öffentliche Verkehrsmittel zu benutzen, sind zudem sicherlich viel weniger umweltbelastend als Autofahren. Im Alltag kann man beispielsweise den Fleischkonsum reduzieren und beim Einkaufen grundsätzlich darauf schauen, woher die Sachen kommen und wie sie produziert werden. Und natürlich macht es einen Unterschied, wie oft man sich allgemein Neues kauft. Der Footprint-Rechner ermittelt Ihren persönlichen ökologischen Fussabdruck und gibt weiteren Einblick in die verschiedenen Möglichkeiten, ökologischer zu leben: https://www.wwf.ch/de/nachhaltig-leben/footprintrechner