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Mittwoch, 18. März 2020

Hinweis zum Coronavirus

Unser Kundendienst ist auch während der ausserordentlichen Lage aufgrund des Coronavirus für Sie da. Zum Schutz unserer Kunden und Mitarbeitenden bleibt der Empfang an der Monbijoustrasse jedoch bis auf weiteres geschlossen. Der Kundendienst ist unter der Nummer 031 321 31 11 wie gewohnt von 07.30 – 17.00 Uhr oder per E-Mail erreichbar.

ara region bern ag: Neubau Annahmestelle für biogene Abfälle

Bei der ara region bern ag wurde eine neue Annahmestelle für biogene Abfälle (Abfälle pflanzlicher, tierischer oder mikrobieller Herkunft) gebaut. Die Anlage verarbeitet rund 40'000 Tonnen oder mehr Biomasse pro Jahr.
Die ara region bern ag gehört zu den grössten Abwasserreinigungsanlagen in der Schweiz. Jährlich werden rund 30 bis 35 Millionen Kubikmeter Abwasser gereinigt. Der Betrieb produziert aber auch Biomethangas und speist jährlich rund 54'000MWh in das Gasnetz von Energie Wasser Bern ein. Das Biogas entsteht durch den biologischen Abbau von Biomasse, in Bern ist dies zu einem grossen Teil Klärschlamm (fast 90 Prozent), die restliche Menge stammt aus externer Biomasse. Letztere besteht aus organischen Reststoffen, die zum Beispiel von Grossverteilern oder Gastronomiebetrieben angeliefert werden.
 

Neue Annahmestelle auf bestehenden Grundmauern

Dort, wo früher eine Schlammtrocknungsanlage war, nimmt im Frühling 2020 die neue Annahmestelle für biogene Abfälle ihren Betrieb auf. Da die bestehenden Grundmauern der vormaligen Anlage erhalten bleiben, ist der Neubau gleichzeitig auch ein Umbau. In der neuen Anlage werden Lebensmittelresten von Grossverteilern und aus dem Gastronomiebereich verwertet. Diese Abfälle werden vor Ort aufbereitet und mit dem Klärschlamm aus dem Abwasser ausgefault. Das grösste Volumen nimmt der Abkipp- und Entladebereich ein. Die Grossverteiler liefern mit Lastwagen an, der Gastroabfallsammler bringt die Speiseresten in Tonnen. Um diese nach der Entleerung wieder sauber zurückzugeben, wurde eigens eine sparsame Waschstrasse gebaut. Häufig sind Reste von Grossverteilern bei der Anlieferung noch in Plastik verpackt. In einer sogenannten Hammermühle werden sie aus der Verpackung geklopft, der Plastikabfall wird in der Energiezentrale Forsthaus zur Energieerzeugung verbrannt.

30'000 Tonnen Biomasse pro Jahr

Sämtliche Biomasseabfälle werden in zwei grossen Silos à je 150 m3 zwischengelagert, bevor sie dem Klärschlamm zur Vergärung zugeführt und verfault verfault werden. Pro Tag wird etwa ein Silo umgeschlagen. Die Lagerung im Silo hat den Vorteil, dass die Abfälle zeitlich gleichmässig verteilt verarbeitet werden können – früher musste verarbeitet werden, wenn der Lastwagen anlieferte. Obwohl die Anlage eine grössere Kapazität hätte, wird in einer ersten Phase noch nicht mehr Biomasse verarbeitet als bisher, das heisst, ca 30'000 Tonnen pro Jahr. Die Anlage ermöglicht es, die künftige Produktion von Biogas um rund 25 Prozent steigern können. Die Biomasseverarbeitung ist für die ara ein Drittgeschäft, das nicht gebührenfinanziert ist.

Die Hammermühle von aussen

Blick in die Tonnen-Waschanlage