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Spartipps im Umgang mit Wasser

Wasser ist kostbar. Mit einem bewussten Verhalten können wir unseren Verbrauch senken, ohne dabei auf den gewohnten Komfort zu verzichten.

Sauberes Trinkwasser ist unentbehrlich. In der Schweiz steht es uns zu jeder Tages- und Nachtzeit in schier unbegrenzter Menge zur Verfügung. Da Wasser günstig ist, vergessen wir allzu leicht den wahren Wert dieses kostbaren Produkts. Infolge unserer Unachtsamkeit fliessen grosse Wassermassen daher oft ungenutzt in den Abfluss. Dank einfacher Tricks können wir Wasser sparen, ohne dabei auf Annehmlichkeiten zu verzichten.

Der Wasserverbrauch in Haushalten in Prozent (Quelle: SVGW)

Toilette:

29%

Baden und Duschen:

25%

Küchenspültisch:

16%

Waschmaschine: 12%

Lavabo/Bad:

11%

Geschirrspüler:

2%

Aussenbereich:

5%

Spartipps

    • Lassen Sie während des Zähneputzens und Rasierens kein Wasser ungenutzt in den Abfluss laufen. Wasserhahn nur öffnen, wenn wirklich Wasser gebraucht wird, danach sofort wieder schliessen.
    • Für die Toilettenspülung beim «kleinen Geschäft» reicht ein Teil des Spülkasteninhalts. Bei neueren Spülkästen kann der Spülvorgang problemlos unterbrochen werden.
    • Lassen Sie tropfende Wasserhähne und undichte Spülkästen unverzüglich reparieren oder auswechseln.
    • Setzen Sie Durchflussbegrenzer für die Duschbrause ein oder verwenden Sie eine Sparbrause mit Luftbeimischung.
    • Warmwasser auf 60° Celsius aufheizen. Falls Sie die Temperatur aussen am Boiler nicht selbst einstellen können, muss der Fachmann die Einstellung am Boilerthermostat ändern. Bei Temperaturen über 60° Celsius nimmt der Stromverbrauch durch steigende Wärmeverluste stark zu. Pro 10° Celsius höhere Temperatur verdoppelt sich die Kalkausscheidung.
    • Duschen statt baden. Ein Vollbad benötigt rund 140 Liter, eine Dusche etwa 40 Liter Warmwasser à 38° Celsius.
    • Ersetzen Sie ältere Boiler mit schlechter Isolation (Aussenhülle sehr warm). Schalten Sie bei längerer Abwesenheit den Boiler aus oder aktivieren Sie das Ferienprogramm, um das tägliche Nachwärmen zu vermieden.
    • Isolieren Sie die Warmwasserleitungen.

    Warmwasseraufbereitung

    Die Warmwasseraufbereitung gehört zu den grossen Energieverbrauchern im Haushalt. In vielen Häusern oder Wohnungen in der Stadt Bern sind noch Elektroboiler im Einsatz. Elektroboiler ab 100 Liter Inhalt werden von uns jeweils in der Nacht automatisch eingeschaltet. Somit profitiert der Kunde vom günstigen Spartarif. Reicht die in der Nacht aufgeheizte Wassermenge nicht aus, hat der Kunde die Möglichkeit eine Tagladung zum teuren Normaltarif durchzuführen. Die eingestellte Boilertemperatur sollte nicht höher als 60 Grad sein. Boilerentkalken spart nicht Energie, sondern schafft nur mehr Raum.

    Um einen Liter Wasser von 10 Grad auf 60 Grad zu erwärmen, benötigt man rund 0.06 kWh, bei 100 Liter sind das 6 kWh.

    Warmwasserverbrauch im Haushalt

    Anwendung Wassermenge bei 40 Grad Nutzwärme
    Hände waschen 2 - 5 Liter 0.07 - 0.17 kWh
    Haare Waschen 5 - 15 Liter 0.17 - 0.52 kWh
    Geschirrspühlen 13 - 20 Liter 0.45 - 0.70 kWh
    Duschen 30 - 50 Liter 1.00 - 1.70 kWh
    Vollbad 120 - 150 Liter 4.20 - 5.20 kWh

     




     

     

    Der durchschnittliche Warmwasserbedarf beträgt im Wohnungsbau ca. 30% des gesamten Trink- und Brauchwasserbedarfs. Das sind ca. 50 Liter Warmwasser pro Person und Tag zu 60 Grad. Zum Aufheizen dieser Menge werden im Elektroboiler täglich 3 kWh benötigt.

    Fragen zur Warmwassererwärmung können an folgende Stelle weitergeleitet werden: Energieberatung der Stadt Bern. info@ernergieberatungstadtbern.ch,  Telefon: 031 300 29 29

    • ... dass Ihr Boiler nachts zwischen 22 und 6 Uhr aufgeheizt wird? Während dieser Zeit gilt der günstige Spartarif. Die Aufbereitung des Warmwassers mit elektrischer Energie zum Spartarif ist ungefähr gleich teuer wie die Aufbereitung mit Öl oder Erdgas. Da Ihr Boiler eine Wärmedämmung hat, sind die Verluste bis zum Verbrauch des Warmwassers im Allgemeinen klein.
    • ... dass der durchschnittliche Warmwasserverbrauch 50 Liter pro Tag und Person beträgt? Bei einer Boilertemperatur von 60° Celsius kostet dies rund 160 Franken pro Jahr und Person (Stand 2013). Bei den meisten Boilern kann das Wasser auch während des Tages aufgeheizt werden. Schalten Sie die Tagheizung aber nur ein, wenn Sie zusätzliches Warmwasser benötigen. Bei älteren Anlagen muss die Tagschaltung wieder manuell ausgeschaltet werden, sonst wird das Wasser auch in Zukunft zum Normaltarif aufgeheizt.