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Stiftungsprofessur für Staat und Markt wird weitergeführt

Bern, 6. Juni 2019. Die Stiftungsprofessur für Staat und Markt, angesiedelt am Kompetenzzentrum für Public Management der Universität Bern (KPM), wird für acht Jahre weitergeführt. Sie wird künftig durch fünf städtische Energieunternehmen aus dem Kanton Bern finanziert. Inhaberin der Professur ist seit deren Einrichtung vor fünf Jahren Doina Radulescu.

Die Stiftungsprofessur für Staat und Markt an der Universität Bern wurde 2014 für zunächst vier Jahre errichtet. Sie kombiniert eine unternehmerische Ausrichtung mit einer verwaltungswissenschaftlichen Komponente. So befasst sie sich beispielsweise mit den Spannungsfeldern zwischen staatlicher Einflussnahme und Privatautonomie, zwischen Regulierung und Deregulierung oder mit Fragen der Leistungserbringung in einem durch Liberalisierung, Wettbewerb und Marktöffnung gekennzeichneten Umfeld.

Ab Mai 2019 wird die Professur am Kompetenzzentrum für Public Management (KPM) für acht Jahre neu von folgenden Partnern finanziell mitgetragen: Energie Wasser Bern (ewb), Energie Service Biel (ESB), Energie Thun AG, Industrielle Betriebe Interlaken (IBI) und Localnet AG Burgdorf. «Die Unterstützung erfolgt im Sinne eines Engagements für den Standort Bern als Polit- und Verwaltungszentrum der Schweiz», erklärt Christian Leumann, Rektor der Universität Bern. Die Stiftungsprofessur für Staat und Markt solle die Forschung und Lehre an der Nahtstelle zwischen Staat und öffentlichen Unternehmen mit Fokus auf der Energiewirtschaft fördern. «Das KPM wird damit einen substanziellen Beitrag im Bereich der Forschung über Energiedienstleistungen öffentlicher Unternehmen sowie auch zur nachhaltigen Entwicklung leisten», so Leumann.

Forschung auch für Energiestrategie 2050 relevant

Inhaberin der Stiftungsprofessur für Staat und Markt ist Doina Radulescu, Assistenzprofessorin am KPM. Nach der Promotion in Volkswirtschaftslehre am ifo Institut für Wirtschaftsforschung in München arbeitete sie als Habilitandin an der Ludwig Maximilian Universität München und an der ETH Zürich. Sie ist auf die Bereiche Energie, Finanzwissenschaft und Wirtschaftspolitik spezialisiert. Ihre Forschung widmet sich Fragestellungen, die sowohl für die akademische Gemeinschaft als auch für politische Entscheidungsträger von Interesse sind. Doina Radulescu hat erfolgreich Drittmittelprojekte, beispielsweise beim Schweizerischen Nationalfonds, eingeworben und durchgeführt. In ihrem aktuellen Forschungsprojekt «Energy Demand Elasticites, Financing of Energy Infrastructure Networks and Income Redistribution» evaluiert sie, wie sich die Ausbreitung erneuerbarer Energien auf die Finanzierung der Netzinfrastruktur und die Einkommensverteilung zwischen Haushalten auswirkt. «Es freut mich, dass dank der Finanzierung der Partnerunternehmen die Professur weitergeführt werden kann. Wir haben nun die Möglichkeit, langfristig an Forschungsprojekten im Energiebereich zu arbeiten», erklärt Doina Radulescu. Die Forschungsthemen seien zum einen für die Wissenschaft, zum anderen aber auch für die Gesellschaft im Hinblick auf die Energiestrategie 2050 äusserst relevant und aktuell.

Nutzenstiftende Zusammenarbeit der Universität mit externen Partnern

Die Universität ist bestrebt, mit externen Partnern aus Gesellschaft, Wirtschaft und öffentlicher Verwaltung praxisnah zusammenzuarbeiten. Derartige Kooperationen ermöglichen wertvolle wechselseitige Impulse zwischen Forschung und Anwendung in der Praxis und dienen dem Wissenstransfer. Die fünf städtischen Energieunternehmen aus dem Kanton Bern fördern als bedeutsame Partner mit ihrem Beitrag Innovation und Entwicklung der Universität und deren Verankerung am Wirtschaftsstandort. Die Verträge mit den Partnern entsprechen den universitären Vorgaben für die Zusammenarbeit mit Dritten. Diese gewährleisten namentlich die wissenschaftliche Unabhängigkeit der universitären Forschung.

Stiftungsprofessur für Staat und Markt wird weitergeführt