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Intelligente Netze

Smart Grid, die Stromversorgungsnetze der Zukunft.

Smart Grid und Energiestrategie 2050

Durch den Einsatz von modernen Informations- und Kommunikationstechnologien werden aus herkömmlichen Energieversorgungsnetzen sogenannte Smart Grids mit neuartigen Funktionen: Dank der kommunikativen Vernetzung und intelligenten Steuerung von Stromproduktion, -verbrauch und -speicherung können beispielsweise die unregelmässige Stromproduktion aus erneuerbaren Energieträgern besser mit dem Strombedarf abgeglichen werden. Damit leisten Smart Grids einen wichtigen Beitrag zur zuverlässigen Energieversorgung und zur Umsetzung der Energiestrategie 2050 sowie des Energierichtplans der Stadt Bern.

Wieso macht Energie Wasser Bern das?

Eine Voraussetzung für Smart Grids sind Smart Meter; intelligente Stromzähler mit Fernauslesung. Deshalb müssen die Schweizer Netzbetreiber bis 2027 80 Prozent der konventionellen Stromzähler durch diese kommunikationsfähigen Modelle ersetzen. Das verlangt die neue Stromversorgungsverordnung (StromVV) des Bundes vom 2. November 2017, die gemäss der Energiestrategie 2050 überarbeitet wurde.

Energie Wasser Bern geht die Vorbereitungen für diese Umsetzung frühzeitig und aktiv an. Um diese anspruchsvolle Aufgabe im flächendeckenden Rollout im gesamten Stadtgebiet technisch, logistisch und wirtschaftlich effizient zu bewältigen, führt Energie Wasser Bern 2018 einen Test-Rollout durch.

Smart Meter Rollout

Smart Meter sind intelligente Messsysteme beim Endverbraucher. Sie speichern die Zählerstände welche täglich an den Energieversorger übermittelt werden. Dadurch erlauben Smart Meter das intelligente Zusammenspiel von Stromproduktion, Stromverbrauch und Stromspeicherung. Gleichzeitig gewähren sie den Kunden Einsicht in ihren Stromverbrauch und zeigen ihnen Einsparpotenzial auf.  Damit unterstützen die intelligenten Zähler die neuen Funktionen von Smart Grids und sind ein wichtiger Baustein bei der Umsetzung der Energiestrategie 2050 sowie des städtischen Energierichtplans.

Der flächendeckende Rollout im gesamten Stadtgebiet beginnt voraussichtlich 2019 und dauert gemäss Planung für rund 80’000 Zählern voraussichtlich bis 2025. Um diese Aufgabe technisch, logistisch und wirtschaftlich möglichst effizient anzugehen, führt Energie Wasser Bern seit Anfang 2018 einen Test-Rollout durch. Im Weissenbühlquartier ersetzen Fachleute in zwei Etappen insgesamt  5’000 herkömmliche Stromzählern durch Smart Meter. Der Test-Rollout dient dazu, Erfahrungen betreffend Logistik und Montage zu sammeln.

So läuft der Smart Meter Rollout ab

Fragen

  • Gemäss der Energiestrategie 2050 wurden das Energiegesetz (EnG), das Stromversorgungsgesetz (StromVG) sowie die Stromversorgungsverordnung (StromVV) überarbeitet. Neu schreiben diese die Einführung von intelligente Messsysteme vor. Bis ins Jahr 2027 müssen 80 Prozent der konventionellen mechanischen Stromzähler in den Haushalten durch intelligente Smart Meter ersetzt werden.
  • Basierend auf der Elektrizitätsverordnung von Energie Wasser Bern (Art. 33 ff EnV) entscheidet das Unternehmen, welche Zähler in seinem Netzgebiet eingesetzt werden. Aufgrund der Energiestrategie des Bundes ist Energie Wasser Bern verpflichtet, bis 2027 flächendeckend Smart Meter zu installieren. Daraus ergibt sich für den Kunden keine Wahloption mehr.
  • Ja, auch Smart Meter verfügen über eine Anzeige. Darauf kann der Zählerstand jederzeit abgelesen werden. Die Kundinnen und Kunden können sich aber auch im Kundenportal von Energie Wasser Bern registrieren und mit ihrem persönlichen Login jederzeit ihren Energieverbrauch einsehen.
  • Nein, der Test-Rollout erfolgt im Rahmen des normalen Netzbetriebes und hat für die Kundinnen und Kunden keine Zusatzkosten zur Folge.
  • Nein, das Testgebiet ist klar abgegrenzt. Weitere Gebiete werden erst beim effektiven Rollout bedient.

Datensicherheit und Datenschutz

Die Sicherheit der Kundendaten hat für Energie Wasser Bern oberste Priorität. Die gespeicherten Zählerstände werden mit der Powerline-Technologie über die unternehmenseigenen Stromleitungen und Glasfasern übertragen. So sind sie zu keiner Zeit für Dritte zugänglich.

Energie Wasser Bern installiert im Test-Rollout eine Technologie, bei der ein Smart Meter pro Gebäude direkt an das Glasfasernetz angeschlossen wird und als Konzentrator dient. Die übrigen Zähler des Gebäudes sind mit dem Konzentrator über die Stromleitungen verbunden, der ihre gespeicherten Zählerstände an das Zähldaten-Verarbeitungssystem übermittelt. Um Manipulationen durch Dritte auszuschliessen, führt Energie Wasser Bern im Rahmen des Test-Rollouts zusätzlich Sicherheitsaudits durch.