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Weniger CO2 - mehr erneuerbare Energien

Die Bedrohung durch den Klimawandel wurde erkannt. Die Reduktion der Treibhausgasemissionen kann aber nur gelingen, wenn das Energiesystem auf erneuerbare CO2-neutrale Energieträger umgestellt wird – das sind auch die Eckpfeiler des Berner Energierichtplans 2035. Um alle verbindlichen Vorgaben zu erreichen, hat der Gemeinderat nun zusätzlich ambitionierte Massnahmen definiert. Bei deren Umsetzung kommt Energie Wasser Bern eine tragende Rolle zu.
Vor knapp sechs Jahren hat die Stadt Bern den Energierichtplan 2035 verabschiedet. Als oberstes Ziel sollen die Wärmeversorgung bis 2035 zu 70 Prozent und die Stromversorgung sogar zu 80 Prozent mit erneuerbaren Energieträgern abgedeckt werden. Um dies zu erreichen, hat die Stadtregierung 2015 den Umbau der städtischen Energieversorgung und der Mobilität beschlossen. Erste Zwischenergebnisse zeigen: Die Pro-Kopf-Emissionen in der Stadt Bern konnten in den letzten acht Jahren um rund eine Tonne CO2 auf fünf Tonnen pro Kopf reduziert werden. Und bei der Wärmeversorgung gingen die Emissionen seit 2008 sogar um mehr als einen Viertel zurück.

Das ist eine erfreuliche Zwischenbilanz. Doch um die hochgesteckten Ziele zu erreichen, muss die Reduktion der CO2-Emissionen auf dem Stadtgebiet beschleunigt werden. Der Gemeinderat hat deshalb einen «erweiterten Handlungsplan Klima, Stadt Bern» ausgearbeitet. In diesem sind zusätzlich ehrgeizige Massnahmen festgehalten, die über den Energierichtplan 2035 hinausgehen und auf vielen Ebenen spürbar sein werden.

Einen Schwerpunkt bildet der Ausbau des Fernwärmenetzes – er soll beschleunigt werden. Denn Fernwärme trägt wesentlich zur CO2-Reduktion bei, da sie grösstenteils aus erneuerbaren Energieträgern und Kehrichtabwärme entsteht. Bei der Umsetzung dieser Massnahme hat Energie Wasser Bern eine wichtige Rolle inne. Doch nicht nur in diesem Bereich arbeitet der Energieversorger eng mit der Stadt Bern zusammen. Auch andere Lösungen zur CO2-Reduktion sowie innovative Ansätze entwickelt das Unternehmen gemeinschaftlich mit verschiedenen Akteuren aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft.


 

Mit nachhaltigen Massnahmen in die Zukunft

Mehr Fernwärme für Bern

Die Fernwärme aus der Energiezentrale Forsthaus entsteht zu rund 75 Prozent aus erneuerbarer Energie. Fast die Hälfte stammt von der Abwärme der Kehrichtverbrennung, die als CO2-neutrale Energiequelle gilt. Genauso wie der aus Holz gewonnene Anteil von rund 30 Prozent. Lediglich etwa ein Viertel der Berner Fernwärme wird durch Erdgas erzeugt.

Der Brennstoffmix ist nur ein Grund, warum Berner Fernwärme umweltfreundlich ist. Auch die kurzen Transportwege in den unterirdischen Leitungen tragen zur guten Ökobilanz bei. Es liegt also auf der Hand, dass die Stadt Bern im Rahmen des Energierichtplans 2035 auf Fernwärme setzt.

Seit 2018 baut Energie Wasser Bern das Fernwärmenetz etappenweise aus, um zusätzliche Quartiere zu erschliessen. Den Anfang macht der Westen von Bern; Dieses Jahr werden dort die ersten Gebäude Fernwärme beziehen können. Ziel ist es, mittelfristig möglichst viele Häuser mit Fernwärme zu beliefern. Daran haben nicht nur die Stadt Interesse, sondern auch die Kundinnen und Kunden. Denn die Heizkosten lassen sich mit Fernwärme gut planen und sind vergleichsweise tief. Zudem zählt Fernwärme zu den zukunftssicheren Heizlösungen: Selbst wenn die ökologischen Anforderungen an Heizsysteme in Zukunft weiter steigen – Fernwärme erfüllt sie.

Mehr Ladestationen für Elektroautos

Die Energiestrategie 2050 des Bundes verlangt, dass der durchschnittliche CO2-Zielwert für Personenwagen ab Januar 2020 von 130 auf 95 Gramm/km pro Fahrzeug sinkt. Dieser Wert lässt sich nur erreichen, wenn die Zahl der Autos mit alternativem Antrieb steigt. Energie Wasser Bern baut die Infrastruktur für Elektroautos kontinuierlich aus und leistet somit einen wichtigen Beitrag zur Erreichung dieses Ziels.

Bei der Erweiterung des Ladenetzwerks setzt Energie Wasser Bern auch auf innovative Entwicklungen. So nimmt das Unternehmen im Frühling 2020 bei der Energiezentrale Forsthaus eine Ultra-Schnellladestation in Betrieb. Damit können Fahrzeuge in weniger als 10 Minuten für eine Reichweite von bis zu 80 Kilometern aufgeladen werden.

Ein weiteres Novum sind die beiden Ladestationen an der Hallerstrasse 56 und der Schwabstrasse 70 in der blauen Zone. Mit diesem Pilotprojekt möchte Energie Wasser Bern den Zugang zur Elektromobilität weiter vereinfachen und Erfahrungswerte mit öffentlichen Ladestationen in der blauen Zone sammeln.

Im Sommer 2019 testete der Energieversorger zudem eine Applikation, welche die Gebühren fremder Ladestationen-Betreiber deutlich verringern soll. Das Blockchain-Pilotprojekt soll Ladevorgänge künftig anbieterübergreifend günstiger und effizienter abwickeln – eine weitere Innovation zur Förderung der Elektromobilität.
 

50 Ladepunkte von Energie Wasser Bern

Normalladepunkte (11 - 22 kW):

•    4x Wankdorf Center
•    8x Bahnhof Parking Bern
•    2x Casino Parking
•    1x Parking City West
•    2x Öffentliches Parking der Mobiliar
•    2x  Zentrum Paul Klee
•    4x Insel-Parking
•    2x Metro Parking
•    2x Expo Parking
•    2x Park+Ride Neufeld
•    1x ewb Technisches Zentrum Holligen
•    2x Office Park Bern
•    2x Hallerstrasse
•    2x Schwabstrasse 70
•    2x Parkhaus SITEM-Insel
•    2x Parkplatz Spital Tiefenau
•    2x Park & Ride Gangloff (Europaplatz)

Schnellladepunkte (> 50kW):
•    2x Peyer Umzüge (Wangenstrasse)
•    2x Energie Zentrale Forsthaus
•    2x MobilCity
•    2x Office Park Bern

Die genauen Standorte sind auf ewb.ch/ladestationen ersichtlich. Die Ladepunkte sind an das MOVE-Netz angebunden.