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Arealentwicklung Holligen

Im Herzen des Entwicklungsschwerpunkts Ausserholligen, zwischen Europaplatz und Weyermannshaus, entsteht ein neuartiger urbaner Arbeits- und Lebensraum. Der neue Unternehmenshauptsitz von Energie Wasser Bern wird Teil des zukünftigen Quartiers.

Ein neues Zentrum im Westen von Bern

Das Areal befindet sich im Eigentum von Energie Wasser Bern und der BLS Netz AG und liegt im Zentrum des kantonalen Entwicklungsschwerpunkts (ESP) Ausserholligen. Die beiden Grundeigentümerinnen entwickeln das ewb/BLS-Areal gemeinsam mit der Stadt Bern. Dabei entsteht ein lebendiger, gemischt genutzter und optimal mit öffentlichen Verkehrsmitteln erschlossener Quartierbaustein mit Schwerpunkt Arbeitsnutzung («Werken und Denken»). Zusätzliche Wohn- und eventuell Hotelnutzungen sowie öffentlich zugängliche Erdgeschosse mit Dienstleistungsangeboten werden das Areal beleben.

Der geplante, neue Hauptsitz von Energie Wasser Bern ist Teil dieser zukunftsorientierten Arbeits- und Lebenswelt. Zusammen mit den gewerblich-betrieblichen Tätigkeiten von ewb soll hier ein Werkplatz der Zukunft, ein Stück produktive Stadt entstehen. Auf der angrenzenden BLS-Parzelle wird Raum für einen weiteren Neubau mit breitem Nutzungsmix frei. So bildet sich im Westen von Bern ein neuer städtebaulicher Akzent mit einem dreiteiligen Hochhauscluster und einem zusätzlichen Neubau östlich des Autobahnviadukts, der sich in der Höhe am angrenzenden Quartier ausrichtet.

Optimal erschlossen

Das Areal ist ein wichtiges Scharnier zwischen dem Europaplatz und den weiteren Entwicklungsarealen im ESP Ausserholligen. Zentrale Elemente der geplanten Entwicklung sind die Öffnung des Areals sowie neue Wege für den Fuss- und Veloverkehr. Voraussichtlich per 2026 wird die BLS die Haltestelle Bern Stöckacker zudem in Richtung Europaplatz verschieben. Dies ermöglicht direkte Umsteigebeziehungen zwischen allen drei Bahnstationen um den Europaplatz, was zu einer noch besseren Erschliessung des ESP-Ausserholligens beiträgt.

Mit grossen Schritten vorwärts

Am 31. März 2020 wurden die Ausschreibungsunterlagen für die Präqualifikation der zweistufigen Gesamtleistungsstudie auf simap.ch publiziert. In der ersten Stufe wird die städtebauliche und architektonische Gestaltung des Gesamtareals festgelegt. In der zweiten Stufe werden je ein Projektvorschlag für das Gebäude mit dem neuen Unternehmenshauptsitz von Energie Wasser Bern sowie für die beiden anderen Gebäude auf dem ewb-Areal erarbeitet. Letztere sollen im Baurecht an private oder genossenschaftliche Bauträger abgegeben werden. Ziel von Energie Wasser Bern ist, den neuen Hauptsitz Ende 2024 beziehen zu können. Der Teilbereich BLS wird in einem weiteren Qualitätssicherungsverfahren konkretisiert werden. Am 3. Juli 2020 startet die erste Stufe des Gesamtleistungsstudienauftrags mit insgesamt acht Teams.

Um das Entwicklungsvorhaben umsetzen zu können, muss das Areal zudem umgezont werden. Deshalb erarbeitet die Stadt Bern parallel zum Studienauftrag eine Überbauungsordnung (UeO). Diese ist vom 2. Juli bis am 4. September 2020 in der öffentlichen Mitwirkung und wird voraussichtlich Anfang 2022 der Stadtberner Stimmbevölkerung zur Abstimmung vorgelegt.

Zahlen und Fakten

Gesamtfläche Das Entwicklungsareal weist eine Fläche von 31'000 m2. Davon ewb-Parzelle: 24'500 m2 und BLS-Parzelle: 6'500 m2
Grundstückeigentümer Die Parzellen sind im Eigentum von Energie Wasser Bern und der BLS AG
Termine Start zweistufige Gesamtleistungsstudie: 2020
Start Entwurf Überbauungsordnung: 2020
Abschluss Gesamtleistungsstudie: Ende 2021
Volksabstimmung UeO: Anfang 2022
Start Bauarbeiten: Anfang 2023