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Smart Metering

Die intelligenten Stromversorgungsnetze der Zukunft.

Smart Grid, Smart Meter und Energiestrategie 2050

Durch den Einsatz von modernen Informations- und Kommunikationstechnologien werden aus herkömmlichen Energieversorgungsnetzen sogenannte «Smart Grids», intelligente Versorgungsnetze mit neuartigen Funktionen. Dank der Vernetzung und intelligenten Steuerung von Stromproduktion, -verbrauch und -speicherung können beispielsweise die unregelmässige Stromproduktion aus erneuerbaren Energieträgern besser mit dem Strombedarf abgeglichen werden. Damit leisten Smart Grids einen wichtigen Beitrag zur Optimierung des Energiesystems, zur zuverlässigen Energieversorgung und folglich zur Umsetzung der Energiestrategie 2050 sowie des Energierichtplans der Stadt Bern. Ein wichtiger Bestandteil der intelligenten Netze sind «Smart Meter», Stromzähler mit Fernauslesung. Deshalb ersetzt Energie Wasser Bern ab Sommer 2021 die herkömmlichen Stromzähler auf dem gesamten Stadtgebiet durch Smart Meter.

Weshalb wechselt Energie Wasser Bern die Stromzähler aus?

Ein Ziel der Energiestrategie 2050 des Bundes ist es, die Energieeffizienz mittels intelligenten Netzen (Smart Grids) zu steigern. In der Stromversorgungsverordnung vom 2. November 2017 schreibt der Bund deshalb vor, dass alle Schweizer Netzbetreiber bis 2027 die herkömmlichen Stromzähler durch die kommunikationsfähigen Modelle ersetzen.

Energie Wasser Bern hat bereits frühzeitig mit den Vorbereitungen für den flächendeckenden Rollout begonnen. Um diese anspruchsvolle Aufgabe technisch, logistisch und wirtschaftlich effizient zu bewältigen, hat der städtische Energieversorger 2018 im Rahmen eines Test-Rollouts im Weissenbühlquartier 4'500 der intelligenten Stromzähler installiert.

Smart Meter Rollout

Die flächendeckende Installation der Smart Meter im gesamten Stadtgebiet beginnt im Sommer 2021 und dauert bei rund 80’000 Zählern voraussichtlich bis 2026. Um für diese anspruchsvolle Aufgabe wertvolle Erfahrungen bezüglich Logistik und Montage der Smart Meter zu sammeln, führte Energie Wasser Bern 2018 bereits einen umfangreichen Test-Rollout durch.

So läuft der Smart Meter Rollout ab

Fragen

  • Die Sicherheit der Kundendaten hat für Energie Wasser Bern oberste Priorität und deren Schutz ist gesetzlich vorgeschrieben. Die Messdaten der Zähler gehören den Kundinnen und Kunden.

    Die Erhebung und Übertragung der Verbraucherdaten erfolgt verschlüsselt mit zertifizierten Geräten und über die unternehmenseigenen Strom- und Glasfasernetze. Für den Rollout wendet Energie Wasser Bern das High-Level-Security-Modell an, welches eine optimale Sicherheit der Daten gewährleistet. Die Datensicherheit ist dabei ein zentraler Bestandteil des Projekts und wird über Datensicherheitsaudits innerhalb des Projektes laufend überprüft. Wesentlich ist dabei die gesicherte Kommunikation zu den Zählern. Der Datenaustausch erfolgt über die gesamte Kommunikationsstrecke über die höchste für die Energiemessung verfügbare Verschlüsselungstechnologie. Damit sind die Kundendaten zu keiner Zeit für Dritte zugänglich und sämtliche Vorgaben der geltenden Datenschutzbestimmungen werden eingehalten.

  • Nein, der Test-Rollout erfolgt im Rahmen des normalen Netzbetriebes und hat für die Kundinnen und Kunden keine Zusatzkosten zur Folge.
  • Ja, Smart Meter verfügen auch über eine Anzeige. Darauf kann der Zählerstand jederzeit abgelesen werden. Die Kundinnen und Kunden können sich aber auch im Online-Kundenportal von Energie Wasser Bern unter kundenportal.ewb.ch registrieren und mit ihrem persönlichen Login jederzeit ihren Energieverbrauch einsehen.
  • Basierend auf der Elektrizitätsverordnung von Energie Wasser Bern (Art. 33 ff EnV) entscheidet der Energieversorger, welche Zähler in seinem Netzgebiet eingesetzt werden. Aufgrund der Energiestrategie des Bundes ist Energie Wasser Bern verpflichtet, bis 2027 flächendeckend Smart Meter zu installieren. Daraus ergibt sich für die Kundinnen und Kunden keine Wahloption mehr. Falls sie den Einbau eines Smart Meters dennoch verweigern, muss Energie Wasser Bern einen elektronischen, nicht fernausgelesenen Zähler einbauen. Die Mehrkosten dafür müssen sie selber tragen.
  • Gemäss der Energiestrategie 2050 wurden das Energiegesetz (EnG), das Stromversorgungsgesetz (StromVG) sowie die Stromversorgungsverordnung (StromVV) überarbeitet. Neu schreiben diese die Einführung von intelligenten Messsystemen vor: Bis ins Jahr 2027 müssen mindestens 80 Prozent der konventionellen mechanischen Stromzähler in den Haushalten durch intelligente Messgeräte (Smart Meter) ersetzt werden.

Datensicherheit und Datenschutz

Die Sicherheit der Kundendaten hat für Energie Wasser Bern oberste Priorität. Die gespeicherten Zählerstände werden mit der Powerline-Technologie über die unternehmenseigenen Stromleitungen und Glasfasern übertragen. So sind sie zu keiner Zeit für Dritte zugänglich.

Energie Wasser Bern installiert eine Technologie, bei der ein Smart Meter pro Gebäude direkt an das Glasfasernetz angeschlossen wird und als Konzentrator dient. Die übrigen Zähler des Gebäudes sind mit dem Konzentrator über die Stromleitungen verbunden, der ihre gespeicherten Zählerstände an das Zähldaten-Verarbeitungssystem übermittelt.

Um Manipulationen durch Dritte auszuschliessen, führt Energie Wasser Bern kontinuierlich zusätzliche Sicherheitsaudits durch und hält ihre Sicherheitstechnik auf dem neuesten Stand.