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Ökologisch sinnvolle Komfort-Energie

Fernwärme hat eine ausgezeichnete Ökobilanz. Dank dieser soll sie künftig eine tragende Rolle in der Wärmeversorgung der Stadt Bern übernehmen.

Fernwärme ist umweltfreundliche Energie, die aus der Abwärme der Kehrichtverwertungsanlage, des Holzheizkraftwerks und des Gas- und Dampf-Kombikraftwerks der Energiezentrale Forsthaus produziert wird. Die Nutzung dieser Abwärme ist ökologisch nicht nur sinnvoll, die damit produzierte Fernwärme ist auch hochwertig und zu rund 80 Prozent erneuerbar. Der Wert wird berechnet, indem die Brennstoffe, mit denen die Fernwärme in der Energiezentrale produziert wird, einzeln bewertet und ihre Anteile anschliessend addiert werden: Holz beispielsweise gilt als 100 Prozent erneuerbar und hält im Brennstoffmix einen Anteil von rund 20 Prozent. Erdgas dagegen ist zu 100 Prozent nicht erneuerbar. Der Kehricht, mit einem Löwenanteil von fast 60 Prozent, gilt in der Ökobilanzbetrachtung ebenfalls als erneuerbare Energiequelle. Mit anderen Worten ist die Abwärme ein Produkt der Kehrichtverwertung.

Gute Option für Geschäftskunden

Aktuell deckt das rund 42 Kilometer lange Berner Fernwärmenetz das Gebiet zwischen vorderer Länggasse im Norden und Mattenhof im Süden, dem Weyermannshaus im Westen und Zytglogge im Osten ab. Energie Wasser Bern versorgt heute über 500 Kunden, welche die Fernwärme vornehmlich zum Heizen, zur Warmwasseraufbereitung oder als Prozesswärme nutzen. Gut die Hälfte davon sind KMU-Betriebe. Für Privatkunden eignet sich Fernwärme dagegen nur bedingt: Ein Anschluss lohnt sich erst, wenn  sich mehrere Immobilienbesitzer zusammenschliessen und gemeinsam eine Unterstation (Heizraum) betreiben.

Nicht nur zum Heizen

Genutzt wird Fernwärme vor allem zum Heizen. Fernwärme kann den Kunden über einen zweiten Kreislauf aber auch in Form von Dampf geliefert werden; beispielsweise für den Betrieb der Wäscherei InoTex oder für die Aufbereitung von Biogas und das Trocknen von Klärschlamm in der arabern. Selbst für die Produktion von Kaltwasser zur Kühlung und Klimatisierung wird die Fernwärme verwendet, etwa im Bahnhof Bern. Das Prinzip ist dabei vergleichbar mit einem Kühlschrank.