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Energiespeicher

Energiespeicher sind Elemente im Netz, welche Energie chemisch, mechanisch, elektrisch oder thermisch speichern können.

Boiler sind typisch thermische Speicher, im Gegensatz etwa zu Batterien, welche elektrochemische Speicher sind. Speicherelemente erlauben es, das Netz bei Überbelastung zu entlasten und bei Unterbelastung mit zusätzlicher Einspeisung zu versorgen.

Einen Grossteil der im Haushalt benötigten elektrischen Energie wird für die Erwärmung von Wasser aufgewendet - bis heute mit einem klassischen Elektroboiler. Zuverlässig und günstig in der Anschaffung, jedoch sehr energieintensiv im Betrieb, wandelt er doch elektrische Energie in Wärme um und speichert diese.

  • Elektroboiler erwärmen mithilfe von Heizstäben kaltes Wasser auf eine voreingestellte Temperatur und speichern das Warmwasser bis zum Verbrauch. Wird ein Teil verbraucht oder kühlt sich der Boiler ab, so heizen die Heizstäbe entsprechend nach. Typischerweise geschieht dies in der Nacht zu einem günstigeren Tarif. Das Elektrizitätswerk bestimmt de Zeitraum der Nachheizung durch ein Tonfrequenz-Rundsteuersignal. Dieses wird vom Tonfrequenz-Rundsteuerempfänger (TRE) empfangen, welcher den Boiler-Steuerschütz (WVS1) freigibt. Bei hohem Wasserverbrauch können Boiler auch manuell per Tagnachladung zum Normaltarif geladen werden.

    Nur Stromkunden, die einen durch Energie Wasser Bern gesteuerten Boiler haben, werden zum Doppeltarif abgerechnet. Für Neuinstallation, Austausch und Demontage von Boilern ab 100 Litern braucht es eine Installationsanzeige durch einen konzessionierten Elektroinstallateur.

  • Elektroboiler verbrauchen ca. 3% des Stroms in der Schweiz. Wegen der ineffizienten Erwärmung von Wasser ist die Neuinstallation von reinen Elektroboilern in den meisten Kantonen verboten, so auch im Kanton Bern. Wärmepumpenboiler beziehen die Wärme aus der Umgebungsluft am Ort der Installation oder aus Nebenräumen, wo eine Abkühlung der Temperatur sogar erwünscht sein kann. Sie sind meist mit einem zusätzlichen Wärmetauscher für die Heizung erhältlich und decken Spitzenlasten über einen Elektro-Heizeinsatz.

    Interessant sind Wärmepumpenboiler insbesondere dann, wenn Einzelboiler durch eine zentrale Warmwasseraufbereitung ersetzt werden, der Anschluss an eine Heizwärmepumpe nicht möglich ist und die Erzeugung nicht über Sonnenkollektoren erfolgt. Für Neuinstallation, Austausch und Demontage von Wärmepumpenboilern ab 100 Litern braucht es eine Installationsanzeige durch einen konzessionierten Elektroinstallateur. Wenn keine Elektroboiler mehr vorhanden sind, müssen auch keine Geräte mehr von Energie Wasser Bern gesteuert werden. Aus diesem Grund wird der Doppeltarif in einen Einfachtarif umgewandelt.

  • Bei der solaren Warmwasseraufbereitung wird das Wasser über eine Kollektoranlage auf dem Dach erwärmt. Als Faustregel werden 4 - 5 m2 Kollektorfläche für einen 4-Personen-Haushalt empfohlen. Grössere Flächen führen zu einem höheren solaren Deckungsgrad bei abnehmender Wirtschaftlichkeit. Ebenfalls möglich sind Kombianlagen für Warmwasser und Heizung. Mit einer solchen Anlage können etwa zwei Drittel der Energie für die Erwärmung des Wassers durch die Sonne ersetzt werden.