Tag Cloud
Jetzt berechnen
Versorgungsgebiet
Zurück

Die Weichen für die Berner Energiewende sind gestellt.

Vom Energierichtplan 2035 der Stadt Bern hat Energie Wasser Bern eine Wärmestrategie abgeleitet. Damit wollen wir die vorgegebenen Ziele erreichen und die Wärmeversorgung sicherstellen.

Heute basiert die Wärmeversorgung in der Stadt Bern zu über 90 Prozent auf fossilen Energieträgern. Gemäss dem städtischen Energierichtplan sollen erneuerbare Energien wie Sonne, Erdwärme, Wasser oder Holz bis ins Jahr 2035 aber 70 Prozent der benötigten Wärme liefern. Die Energie- und Klimastrategie 2025 zeigt nun auf, wie sich dieses Ziel operativ umsetzen lässt. Vorgesehene Massnahmen dazu sind insbesondere Gebäudesanierungen, dezentrale Wärmeund Kälteverbünde und nicht zuletzt die Erweiterung des Fernwärmenetzes.

Energie Wasser Bern stimmt sich eng mit dem städtischen Amt für Umweltschutz ab, um die Ziele des Energierichtplans und der Energie- und Klimastrategie zu erreichen. Die vom Unternehmen davon abgeleitete Wärmestrategie 2025 berücksichtigt sowohl ökologische, technologische als auch ökonomische Faktoren. Sie zeigt auf, wie der Wandel im Wärmebereich erfolgen kann, während die Werthaltigkeit der bisherigen Investitionen – insbesondere ins Gasnetz – dennoch gegeben ist.


 

Sollnetze und Wärmeproduktion planen

Dazu arbeiten die Netz- und die Vertriebsfachleute von Energie Wasser Bern eng zusammen. Im Berichtsjahr haben sie evaluiert, in welchen Gebieten der Stadt sich welche Optionen am besten eignen: ein Ausbau des
 Fernwärmenetzes, eine Gasnetz-Verdichtung oder Contracting-Lösungen für Wärmeverbünde. Dadurch lassen sich Parallelnetze vermeiden. Die finanziellen Konsequenzen aus den Sollnetz-Plänen sowie aus der Wärmeproduktionsplanung werden nun in die Unternehmensstrategie integriert, damit die finanziellen Folgen für das Unternehmen abgeschätzt werden können. Denn für Energie Wasser Bern ist der Investitionsbedarf bis 2035 hoch.

Für die öffentliche Hand ist der Energierichtplan verbindlich, nicht aber für Privatpersonen. Darin liegt eine weitere Herausforderung für dessen Umsetzung. Erfahrungsgemäss achten Bauherren bei der Wahl des Heizungssystems in erster Linie nach wie vor auf den Preis - auch wenn das ökologische Bewusstsein zunimmt. Der historisch tiefe  Ölpreis dürfte den Wechsel zu umweltschonenden Lösungen daher vorübergehend verlangsamen. Hinzu kommt, dass viele Mittelspersonen wie Architekten und Heizungsinstallateure noch immer auf klassische Systeme setzen, die auf fossilen Brennstoffen basieren. Umso wichtiger werden die Energieberatung und das klare Absatzkonzept  von Energie Wasser Bern.