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Was war das Ziel des Projekts?

Unser Ziel war die Erhöhung der Betriebssicherheit durch die Auslagerung eines Rechenzentrums an einen zweiten Standort. Dies war einerseits eine Vorgabe des internationalen Heilsarmee Hauptquartiers in London und andererseits eine Empfehlung aus dem IT-Audit der PricewaterhouseCoopers AG. Bis zu diesem Zeitpunkt hatten wir zwei Server-Räume im gleichen Gebäude. Bei einem Brand im 1. Stock (1. Raum) wäre durch das Löschwasser automatisch auch der 2. Raum im UG in Mitleidenschaft gezogen worden.

 

Gab es auch kritische Stimmen, einen externen Standort für eines Ihrer Rechenzentren zu wählen?

Die kritischen Stimmen gab es vor allem aus dem Bereich der Kosten. Offenbar wurde vor ca. 6 Jahren ein ähnliches Szenario mit zwei separaten Standorten durchgerechnet und als viel zu teuer befunden. Als Konsequenz daraus wurden überhaupt erst diese zwei Serverräume am gleichen Standort installiert – was sich mittelfristig als Sackgasse erwiesen hat.

 

Nach welchen Gesichtspunkten haben Sie mögliche Partner/Lieferanten eingeladen?

Wir legten unseren Fokus auf lokale Partner, welche dank kurzen Wegen schnell und flexibel verfügbar sind. Zudem war es uns wichtig, dass der Partner langfristig denkt und in seiner Branche eine solide Grösse hat.

 

Was waren die wichtigsten Gründe, dass Sie sich für die Zusammenarbeit mit NTS Workspace und Energie Wasser Bern entschieden haben?

Als Nonprofit-Organisation sind wir in erster Linie sehr kostenbewusst – daher ist für uns ein faires Preis-Leistungsverhältnis zentral. Daneben muss aber auch die angebotene Lösung Sinn machen und unsere Bedürfnisse abdecken. Beide Punkte wurden von NTS und Energie Wasser Bern erfüllt – als zusätzlicher Pluspunkt darf zweifelsohne auch die sympathische und konstruktive Zusammenarbeit mit den jeweiligen Mitarbeitenden gewertet werden.

Erhöhung der Betriebssicherheit bei der Heilsarmee

Die Heilsarmee Schweiz hat eines ihrer Rechenzentren erfolgreich ins Colobern Süd ausgelagert.

Das Projekt

Im unteren Kirchenfeld, zwischen Helvetiaplatz und Kirchenfeldstrasse, befinden sich ausschliesslich öffentliche Gebäude – Museen, Nationalbibliothek und Gymnasium. Die Objekte Nationalbibliothek, naturhistorisches Museum und Museum für Kommunikation sind heute bereits in einem kleinen Wärmeverbund zusammengeschlossen. Energie Wasser Bern setzte sich dafür ein, anstelle von Holz ein Projekt mit Mitteltemperaturfernwärme zu realisieren.

Ausgangslage

Die umfangreichen An- und Umbauten der Nationalbibliothek in Bern waren 2009 ab­geschlossen. Einzig die alte Heizzentrale war unangetastet geblieben; dort standen zwei Öl-/Gas-Wärmeerzeuger aus dem Jahr 1995 mit einer Leistung von 2,7 MW. Die Heizzentrale versorgt neben der Nationalbib­liothek vier weitere Gebäude in der Nähe – drei des Bundes und ein Fremdbezüger –, die den Wärmeverbund Kirchenfeld bilden. Das Heizsystem sollte nun auf einen zeit­gemässen, nachhaltigen Stand gebracht werden und weniger CO2 ausstossen. Das Bundesamt für Bauten und Logistik (BBL) prüfte den Einbau eines Blockheiz­kraftwerks und einer Holzschnitzelfeuerung. Parallel dazu unterbreitete Energie Wasser Bern (ewb) ein Angebot, die Heizzentrale an das Fernwärmenetz der Stadt Bern anzu­schliessen. Dies, obwohl Fernwärme jenseits der Aare einen bisherigen Grundsatz von ewb brach.