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Erdgasvorkommen werden durch Bohrungen erschlossen. Das geförderte Erdgas wird aufbereitet und ins Transportnetz eingespeist. Kompressorstationen sorgen dafür, dass das Erdgas mit genügend Druck oftmals über Tausende von Kilometern bis ins Bestimmungsland transportiert wird. In der Schweiz übernehmen Swissgas und zum Teil auch die Regionalgesellschaften das Erdgas an der Grenze und leiten es über die regionalen Verteiler zu den lokalen Erdgas-Versorgungsunternehmen. Diese beliefern damit ihre Kunden.
Ausgangsmaterial des anderen Erdgas-Lieferanten, der Kohle, waren vor allem höhere Pflanzen aus früheren Erdzeitaltern, besonders aus dem Karbon. Durch rasches Absinken des Erdbodens gelangte das pflanzliche Material in tiefere Erdschichten, wo es im sogenannten Inkohlungsprozess der Reihe nach in Torf, Braunkohle, Steinkohle und Anthrazit umgewandelt wurde. Während der Inkohlung kam es zur Abspaltung gasförmiger Reaktionsprodukte, besonders von Methan. Erdgas-Vorkommen, die bei der Bildung von Kohle entstanden, sind beispielsweise die Felder in den Niederlanden und in der südlichen Nordsee.
Durch das Gewicht der überlagernden Schichten wurde das Muttergestein mit zunehmender Absenkung immer stärker zusammengedrückt. Dabei wurde Erdöl und/oder Erdgas ausgepresst. Wegen ihres geringen spezifischen Gewichts und der Oberflächenspannung stiegen Erdöl und Erdgas über Risse und Hohlräume in höher gelegene, poröse Gesteinsschichten empor. Die Wanderung fand dort ein Ende, wo das poröse Gestein von undurchlässigen Deckschichten (etwa Ton) überlagert wurde.
Zu grösseren Erdgas-Ansammlungen konnte es allerdings nur dort kommen, wo diese Deckschichten eine ausreichend mächtige Schicht aus Speichergestein (Sandstein, Dolomit, klüftige Kalke) nach oben abschlossen und eine so genannte Fangstruktur vorhanden war.
Die Erdgasmengen, die in den letzten Jahrmillionen entstanden und von der Natur gelagert wurden, sind riesig. Die heute bekannten, sicher gewinnbaren Erdgasreserven auf der ganzen Welt haben im Verhältnis zur heutigen Jahresförderung eine Reichweite von rund 160 Jahren, wobei zusätzlich gewinnbare Ressourcen eingerechnet sind.










