22.08.2011
Am 27. August 2011 zeigt der Verband e’mobile in Zusammenarbeit mit Energie Wasser Bern, der BKW FMB Energie AG (BKW) und der Stadt Bern die neuen Trends in der ökologischen Fahrzeugtechnologie. An der Ecocar-Expo, auf dem Berner Waisenhausplatz, können Besucherinnen und Besucher die Fahrzeuge unverbindlich testen.
Die Entwicklungen in der ökologischen Mobilität sind rasant. Elektrofahrzeuge, Hybridautos, Fahrzeuge mit Erdgas-, Biogas oder Bioethanol-Antrieb drängen mit immer besserer Technologie auf den Markt. An der Ecocar-Expo am 27. August 2011 zwischen 9 und 17 Uhr haben interessierte Personen die Gelegenheit, die verschiedenen neuen Antriebskonzepte selber kennen zu lernen, auszuprobieren und zu vergleichen.
Durch effizientere Antriebsmodelle wird der Treibstoffverbrauch reduziert, was sich positiv auf die Emissionsmenge und die Treibstoffkosten auswirkt. Zudem werden neuartige, emissionsarme Treibstoffe eingesetzt oder die Fahrzeuge werden mit Energie aus erneuerbaren Quellen betrieben. Alle tragen sie damit zum Schutz der Umwelt und des Klimas bei und gleichzeitig schlagen die steigenden Treibstoffpreise weniger zu Buche. Auch fällt die Motorfahrzeugsteuer in den meisten Kantonen geringer aus und Versicherungen sowie Leasinggesellschaften bieten oft reduzierte Prämien.
An der Ecocar-Expo auf dem Waisenhausplatz erhält das Publikum kompetente Informationen aus erster Hand. Vor Ort präsentiert der Verband e’mobile die neuen Fahrzeugtechnologien und zeigt die Stärken der ökologischen Autos auf. Fachleute geben Auskunft zu Themen wie Betankungs-Infrastruktur, Kosten, Umweltbelastungen oder Sicherheit. Energie Wasser Bern präsentiert ihre ElectroDrive Palette mit Elektrovelos, Elektroscooter und neu auch einem Elektroauto. Die BKW ist mit ihrer Stromtankstelle vor Ort und zeigt die verschiedenen Lademöglichkeiten für Elektrofahrzeuge. NewRide stellt in einer Roadshow die neusten Trends bei den Elektrozweirädern vor und bietet Probefahrten an. Ein Erdgas-Kletterturm bringt mutigen Besucherinnen und Besuchern zusätzlichen Nervenkitzel.
Energie Wasser Bern, die BKW, die Stadt Bern und EnergieSchweiz unterstützen die Ecocar-Expo. Energie Wasser Bern liefert Strom für das Stadtgebiet, Erdgas sowie Biogas für die Kunden und die BKW versorgt den Kanton Bern mit Strom für die Elektromobilität.
Vor allem aufgrund bedeutender Fortschritte in der Batterietechnologie sind in jüngster Vergangenheit einige innovative, deutlich leistungsfähigere Elektrofahrzeuge auf den Markt gekommen. Dies ist ein Meilenstein in der langfristigen Entwicklung hin zur Ablösung nicht erneuerbarer Treibstoffe. Die Palette reicht vom kleinen City-Flitzer Tazzari über Serienfahrzeuge von Mitsubishi oder Peugeot bis zum bärenstarken Tesla Roadster. An der Ecocar-Expo wird erstmals in der Region Bern auch der smart electric drive zu sehen sein.
Bereits auf dem Markt etabliert sind Hybridfahrzeuge, angeführt von den japanischen Herstellern Toyota, Honda und Lexus. Sie haben einen Benzin- und einen Elektromotor. Letzterer dient vor allem zur Rückgewinnung der Bremsenergie und zum Ausgleich der Leistungsspitzen. Die Batterie dient dabei als Energiespeicher. Damit kann der Treibstoffverbrauch um bis zu 30 Prozent gesenkt werden. Hybridfahrzeuge sind seit Jahren Spitzenreiter der Auto-Umweltliste des Verkehrsclubs der Schweiz VCS, dieses Jahr ist es der Lexus CT 200h.
Erdgasautos verfügen über einen Ottomotor, der nicht nur mit Benzin, sondern auch mit Erdgas/Biogas betrieben werden kann. Gegenüber der Benzinversion sind lediglich zusätzliche Tanks und die dazu gehörenden Leitungen samt Einblasdüsen eingebaut. Immer mehr Modelle werden mit auf Erdgas/Biogas-Betrieb optimiertem, aufgeladenem Turbomotor angeboten. Damit sind diese Antriebssysteme nicht nur umweltschonend, sondern auch energieeffizient und leistungsstark. Biogas stammt aus organischem Material, in der Regel aus Abfallstoffen, und ist CO2-neutral.
Bei Bioethanol handelt es sich um Alkohol, welches in Benzinmotoren als Treibstoff eingesetzt werden kann. 5 Prozent Ethanol (E5) verträgt jedes auf dem Schweizer Markt angebotene Benzin-Auto. Für den Betrieb mit E85 (85 Prozent Ethanol) müssen vor allem die Treibstoffleitungen angepasst werden. Bioethanol lässt sich aus verschiedenen biogenen Abfallstoffen oder aus landwirtschaftlich angebauten Produkten wie beispielsweise aus Zuckerrüben oder Mais gewinnen. Im zweiten Fall kann die Nahrungs- oder Futtermittelproduktion konkurrenziert sowie Urwälder gefährdet werden. Die Schweiz hat deshalb in einer Verordnung ökologische und soziale Mindestanforderungen an die Herstellung von biogenen Treibstoffen erlassen, die eine Befreiung von der Mineralölsteuer nur für diesbezüglich «saubere» erneuerbare Treibstoffe gewährt.
Nach rund fünf Jahren Einführungszeit haben sich die Elektrofahrräder auf dem Schweizer Markt etabliert. Möglich wurde dies dank Fortschritten in der Batterietechnologie und der Begeisterung der Velohändler. Heute bietet fast jeder Velohändler eine oder mehrere Marken an. So sind E-Bikes zu einem Trendprodukt geworden und mittlerweile ist jedes zehnte in der Schweiz verkaufte Velo mit einem Elektromotor ausgerüstet.
Die «Elektrifizierung» des Zweirad-Markts geht mit den E-Scooters weiter. Im Vergleich zu Personenwagen sind die Ansprüche an die Fahrleistungen und insbesondere an die Reichweite mit einer Batterieladung geringer. Der Marktdurchbruch ist hier noch nicht ganz erfolgt. Dies wird sich ändern, sobald die Motorradbranche entsprechend vorbereitet und bei der Kundschaft die Bekanntheit und das Vertrauen gewachsen sind.








