AufdemrichtigenWeg
VerwaltungsratvonEnergieWasserBernhatStrategiebestätigt

08.04.2011

In der Unternehmensstrategie von Energie Wasser Bern ist der Atomausstieg seit 2009 fest vorgesehen. Nach den erschreckenden Ereignissen in Fukushima, Japan, hat der Verwaltungsrat die Strategie überprüft. Er ist überzeugt davon, dass die Strategie weiterhin richtig ist und der Zeitplan beibehalten werden soll. Der begonnene Umbau der Pro­duktion auf erneuerbare Energien wird weiter vorangetrieben und die Massnahmen zur Förderung von Energieeffizienz werden verstärkt fortgesetzt. 

Die Unternehmensstrategie von Energie Wasser Bern will eine nachhaltige und lang­fristig auch eine CO2-arme Ener­gieproduktion ohne Atomenergie. Das gleiche Ziel verfolgen die Stadt Bern als Eigentümerin sowie die Berner Stimmberechtigten, die am 28. November 2010 mit 61 Prozent dem Atomaus­stieg deutlich zugestimmt haben. Nach den Ereignissen in Fukushima, Japan, kam der jährlichen Überprüfung der Unternehmensstrategie von Energie Wasser Bern durch den Verwaltungsrat und die Geschäftsleitung eine beson­dere Bedeutung zu. Die Überprüfung hat klar ergeben, dass die Strategie von Energie Wasser Bern richtig ist und beibehalten werden soll. Das Unternehmen wird 2039 aus der Atomenergie aussteigen. Dazu werden Ersatz­kapazitäten im Umfang von einem Drittel des heutigen Stromabsatzes benötigt. Der Umbau auf erneuerbare Energien ist bereits in vol­lem Gang und wird im Inland und im Ausland weiterverfolgt. Jährlich werden mindestens 11 Giga­wattstunden (GWh) Er­satzkapazität an erneuerbare Energien zugebaut. Zudem wird sich der städtische Energieversorger verstärkt für mehr Energieeffizienz und Massnahmen zum Energie­sparen einsetzen.

ErneuerbareEnergienselberproduzieren

Klare Zeichen setzen auch die Kundinnen und Kunden von Energie Wasser Bern, welche immer häufiger hochwertige Stromprodukte wie Ökostrom aus Kleinwasser- oder Solarkraftwerken beziehen. Unsere Kunden unterstützen damit direkt den Umbau des Produktionsparks. Das Unternehmen hat bereits 2009 seine Produkti­onsstrategie auf den Zubau von erneuerbaren Energien im In- und Ausland umge­stellt. Fotovol­taik­an­lagen von Energie Wasser Bern in  Huelva sowie in Mos del Bou, beides in Spani­en, produ­zieren ge­mein­sam etwa 4 GWh Solarstrom, was dem durch­schnittlichen Ver­brauch von 800 Schweizer Haus­halten ent­spricht. In Granada, Spa­nien, baut der Energieversorger einen Solar­park, welcher 6.2 GWh Strom produzie­ren wird. Auf Ge­wächs­häu­sern in Porto Tolle, Italien, produziert eine Foto­vol­taik­an­lage ab April 2011 Strom. Die Tochtergesellschaft HelveticWind Deutsch­land AG, wel­che Energie Wasser Bern ge­meinsam mit BKW FMB Energie AG gründete, kaufte 2010 einen Windpark in Sendenhorst, Deutsch­land. Der Windpark produ­ziert 27 GWh CO2-freien Strom im Jahr.

InnovativeTechnologienfördern

Neben der Produktion von Energie oder Wärme aus Wind-, Sonnen- und Wasserkraft sowie Biomasse setzt Energie Wasser Bern auch auf weitere inno­vative Ansätze, um die strategischen Ziele zu erreichen. Vielversprechend ist die Geothermie, aus wel­cher Strom und Wärme gewonnen werden kann. Eine erste Grundlagenstudie von Energie Wasser Bern zeigte, dass die Nutzung der Geothermie in der Region Bern in 15 bis 20 Jahren theoretisch möglich ist. Dies erfordert jedoch noch zahlreiche Ent­wicklungsschritte, welche das Unternehmen im Rahmen seiner Beteiligung an der Geo Energie Suisse AG beschleunigt vorantreibt.

EffizienteLösungen,diefunktionieren

Die neue Energiezentrale Forsthaus ist ebenfalls ein wichtiger Schritt, das strategi­sche Ziel zu erreichen. Die Anlage Forsthaus umfasst eine Kehrichtverwertungsan­la­ge, ein Holzheizkraftwerk und ein Gas- und Dampfkombikraft­werk, welche Energie in der Form von Fernwärme, Strom und Dampf erzeu­gen. Gegenüber der veralteten Anlage ist die neue Energie­zentrale Forsthaus viel effizienter. Dank der umweltfreund­lichen Fernwärme können Kunden auf andere Heizmittel wie Erdöl verzichten. Mit der Substitution von Heizöl durch Fernwärme aus erneuerbaren Energien und Erdgas wird CO2 reduziert. Das entspricht der Energie­strategie der Stadt Bern.

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