05.05.2010
In zwei Kategorien erhielten drei Gewinner den Berner Energiepreis. Der schonende Umgang mit Ressourcen des Restaurants O bolles und der Swisscom AG sowie der pädagogische Ansatz des Heimvereins und der Pfadi Falkenstein überzeugten die Jury.
In der Kategorie «privatrechtliche Unternehmen» gewannen gestern im Hotel National zwei Unternehmen den Berner Energiepreis, die sich auf ganz unterschiedliche Weise aber mit gleichem Engagement für Energieeffizienz und erneuerbare Energien einsetzen.
Das Restaurant O bolles in Bern bietet seit zwölf Jahren frische Küche mit Bioprodukten aus der Region und schöpft im Rahmen seiner Möglichkeiten als Mieter alle Massnahmen für Energieeffizienz aus. Strom bezieht das O bolles zu hundert Prozent aus Wasser- und Solarkraft, energieeffiziente Geräte halten den Verbrauch tief und die Zentralkühlung spart Energie. Der Berner Energiepreis ehrt dieses Engagement.
Die Swisscom AG gewann den Energiepreis, weil ihr für die Branche aussergewöhnliches Umweltmanagement auf allen Ebenen des Unternehmens verankert ist. Sie bezieht hundert Prozent ihres Strombedarfs aus erneuerbaren Energiequellen, ist schweizweit die grösste Bezügerin von Wind- und Solarstrom und senkte den Stromverbrauch von Endgeräten wie Schnurlostelefonen und Routern.
In der Kategorie «öffentlich-rechtliche Institutionen», in die auch Stiftungen und Vereine fallen, überzeugte der pädagogische Ansatz des Heimvereins und der Pfadi Falkenstein Köniz. Sie realisierten das erste zertifizierte Minergie-Pfadiheim in der Schweiz und installierten gemeinsam mit den Pfadfinderinnen und Pfadfindern eine Fotovoltaikanlage. Die Jury des Berner Energiepreises will mit der Auszeichnung andere Vereine dazu motivieren, es ihnen gleich zu tun.
Neben dem Preisgeld profitieren die Preisträger auch von einer Kommunikationsplattform, auf welcher sie die Möglichkeit haben, ihr Engagement der Öffentlichkeit vorzustellen. Um den Energiepreis bewerben können sich alle Firmen und Institutionen aus der Stadt Bern und aus den acht Nachbargemeinden, die Energie Wasser Bern mit Gas versorgt.Da das ökologische Engagement von privaten Unternehmen mit jenem von öffentlich-rechtlichen Institutionen oft nur schwer vergleichbar ist, wird der Berner Energiepreis in zwei separaten Kategorien verliehen. Interessierte bewerben sich bis 31. Dezember 2010 unter www.berner-energiepreis.ch.
Der Berner Energiepreis
Energie Wasser Bern und das Amt für Umweltschutz der Stadt Bern zeichnen mit dem Berner Energiepreis einmal jährlich Firmen und Institutionen aus, welche sich in den Bereichen Energieeffizienz und erneuerbare Energien stark engagieren. Eine unabhängige Fachjury vergibt den Preis nach folgenden Kriterien: Energieeffizienz, Einsatz erneuerbarer Energien, Innovationsgehalt, Wirtschaftlichkeit und Übertragbarkeit auf andere Unternehmen. Sechs Nachbargemeinden unterstützen den Berner Energiepreis. Die bisherigen Preisträger:
- 2007 Business Park Bern AG
- 2008 Amt für Grundstücke und Gebäude des Kantons Bern
- 2009: Beck Glatz Confiseur AG; Gymnasium Hofwyl in Münchenbuchsee
- 2010 Restaurant O bolles, Swisscom AG, Heimverein und Pfadi Falkenstein Köniz






