StromvomKuhstall
FotovoltaikanlageinMelchnau

26.06.2009

Energie Wasser Bern beteiligt sich zu 40 Prozent an einer neuen, grossen Fotovoltaikanlage in Melchnau bei Langenthal. Auf dem Dach einer Viehscheune für 100 Kühe soll bereits Ende 2009 mit der Kraft der Sonne Strom für rund 60 Haushalte hergestellt werden.

Stattliche 3‘000 Quadratmeter gross ist die neue Viehscheune, welche zurzeit in Melchnau bei Langenthal entsteht und dereinst rund 100 Kühe beherbergt. Das Satteldach mit einer Neigung von 25 Grad bietet die ideale Fläche für eine Fotovoltaikanlage. Genutzt werden soll jene Hälfte des Daches, welche nach Süden ausgerichtet ist. Dafür haben mehrere Partner die pvenergie AG gegründet. Energie Wasser Bern ist mit 40 Prozent am Aktienkapital von insgesamt 300‘000 Franken beteiligt und stellt dem gemeinsamen Unternehmen zudem ein Darlehen von 1,3 Millionen Franken zur Verfügung. Initiant und Geschäftsführer Stefan Bigler hält ebenfalls 40 Prozent der Aktien. Die restlichen 20 Prozent teilen sich die Industriellen Betriebe Langenthal und die am Projekt beteiligten Bauern. Das Vorhaben kann ohne kostendeckende Einspeisevergütung (KEV) des Bundes finanziert werden.

Stromfür60Haushalte

Die Investitionen für die Fotovoltaikanlage betragen rund 2 Millionen Franken. Sie soll bereits Anfangs 2010 in Betrieb gehen und mit einer installierten Leistung von 244 Kilowatt rund 240‘000 Kilowattstunden (kWh) Ökostrom produzieren. Diese Menge reicht, um den durchschnittlichen Bedarf von 60 Haushalten zu decken. Installiert wird ein Solardachsystem des Lysser Unternehmens 3S. Anstelle herkömmlicher Dachziegel bedecken etwa 1’600 Solar-Laminate das Scheunendach.

WeitereAnlagengeplant

In den kommenden Jahren will Energie Wasser Bern in der Region Bern neue Strom-Produktionskapazitäten schaffen. Dazu eignen sich Fotovoltaikanlagen besondersgut, weil sie schnell und einfach errichtet werden können. Bis 2012 hat Energie Wasser Bern bereits die Realisierung von sieben Fotovoltaikanlagen geplant, welche gemeinsam rund 800‘000 kWh Solarstrom produzieren werden. Neue Sonnenkraftwerke sollen unter anderem auf dem neuen Feuerwehr-stützpunkt und der Kehrichtverwertungsanlage Forsthaus West (Bunkerdach) sowie auf dem Betriebsgebäude von Energie Wasser Bern neben dem Technischen Zentrum Holligen entstehen. Die zusätzlichen Kapazitäten leisten einen Beitrag daran, dass Energie Wasser Bern 2039 aus der Kernenergie aussteigen kann.

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