ErstmalszweiGewinner
Verleihungdes3.BernerEnergiepreises

01.05.2009

Beck Glatz Confiseur AG und Gymnasium Hofwil heissen die Gewinner des Berner Energiepreises 2009, der gestern zum dritten Mal verliehen wurde. Erstmals konnte die Jury gleich zwei Preise übergeben, in den Kategorien «privatrechtliche Unternehmen» und «öffentlich-rechtliche Institutionen».

Die bekannte Beck Glatz Confiseur AG hat den Berner Energiepreis 2009 in der Kategorie «privatrechtliche Unternehmen» gewonnen. Das Umweltmanagement des Familienbetriebs mit 136 Mitarbeitenden ist nach ISO-Norm 14001 zertifiziert. Die Liste der Massnahmen im Energiebereich kann sich sehen lassen: Das Unternehmen ist ans Fernwärmenetz angeschlossen, bezieht zum grössten Teil Strom aus Wasserkraft und hat in den Verkaufsstellen konsequent energiesparende Beleuchtungen installiert. Bei der Produktherstellung achtet es auf die Reduktion grauer Energie. Sämtliche Rohmaterialien werden aus der Schweiz bezogen. Die Tiefkühl- und Kühlräume sind bewusst klein dimensioniert. Die Mitarbeitenden der Beck Glatz Confiseur AG werden zur Benützung des öffentlichen Verkehrs oder des Fahrrads motiviert und trennen konsequent Abfälle. Kaffee- und Grünabfälle beispielsweise werden zur Erzeugung von Biogas weitergeleitet. Die Jury des Berner Energiepreises würdigt mit der Auszeichnung, dass sich die Beck Glatz Confiseur AG so stark ökologisch engagiert, obwohl sie in einer Branche mit viel Konkurrenz und geringen Margen tätig ist.

Energiesparenistcool

In der Kategorie «öffentlich-rechtliche Institutionen» überzeugte das Gymnasium Hofwil in Münchenbuchsee die Jury am meisten. Eine Arbeitsgruppe aus Gymnasiasten und Lehrpersonen hat 2007 das Projekt «Coolwil» entwickelt. Im Rahmen eines Wettbewerbs werden dabei die Schülerinnen und Schüler zur Energieeinsparung motiviert. Beispielsweise gibt es Vorgaben zum Einstellen der Heizkörper, zur Beleuchtung und zum Lüften. Die Raumtemperatur wurde auf den Richtwert von 21 Grad Celsius gesenkt. In den heizintensivsten Monaten Dezember und Januar werden dank diesen Massnahmen rund zehn Prozent weniger Heizöl verbraucht als vor Beginn des Projektes. Ein «Inspektionsteam» kontrolliert stichprobenweise, ob sich die Klassen an die Vorgaben halten und vergeben Punkte. Als Anreiz zur Teilnahme winken den Schülerinnen und Schülern ein Preisgeld für die Klassenkasse sowie die Verlosung eines Fahrrads. Die Jury des Berner Energiepreises bewertete das Projekt «Coolwil» nicht nur als besonders kreativ, sondern attestierte ihm auch eine hohe Übertragbarkeit auf andere Schulen.

UnterstützungvonBremgarten,MuriundOstermundigen

Das ökologische Engagement von privaten Unternehmen ist mit jenem von öffentlichrechtlichen Institutionen oft nur schwer vergleichbar. Dies hat die Jury des Berner Energiepreises dazu bewogen, zwei separate Kategorien einzuführen. Damit wird sie den Teilnehmern, die ein Bewerbungsdossier einreichen, besser gerecht. Eine weitere wichtige Änderung bei der Preisverleihung 2009: Erstmals konnten sich nicht nur Firmen und Institutionen aus der Stadt Bern für den Preis bewerben, sondern auch aus den acht Nachbargemeinden, die Energie Wasser Bern mit Gas versorgt. Besonders erfreulich ist, dass drei davon den Berner Energiepreis aktiv unterstützen: Bremgarten, Muri und Ostermundigen.

Engagementbekanntmachen

Neben der Preisträger-Skulptur aus einheimischem Holz profitieren beide Preisträger von verschiedenen Kommunikationsmassnahmen, welche ihr Engagement vorstellen. Dadurch sollen andere Berner Unternehmen und Institutionen zur Nachahmung angeregt werden. Der Gewinner in der Kategorie «privatrechtliche Unternehmen» erhält zudem ein Preisgeld von 25'000 Franken.

DerBernerEnergiepreis

Energie Wasser Bern und das Amt für Umweltschutz der Stadt Bern zeichnen mit dem Berner Energiepreis (www.berner-energiepreis.ch) einmal jährlich Firmen und Institutionen aus, welche sich in den Bereichen Energieeffizienz und erneuerbare Energien stark engagieren. Eine unabhängige Fachjury vergibt den Preis nach folgenden Kriterien: Energieeffizienz, Einsatz erneuerbarer Energien, Innovationsgehalt, Wirtschaftlichkeit und Übertragbarkeit auf andere Unternehmen. Die bisherigen Preisträger:

  • 2007 Business Park Bern AG
  • 2008 Amt für Grundstücke und Gebäude des Kantons Bern

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