03.11.2009
Die Bauarbeiten für die neue Kehrichtverwertungsanlage Forsthaus West kommen gut voran: Gestern begann wie geplant die Setzung des Abfallbunkers. Der Rohbau der Bunkerwanne wird während rund einem halben Jahr mit 9’000 Kubikmetern Wasser gefüllt sein. Damit wird der Boden unter dem schwersten Teil der KVA verdichtet und stabilisiert. Die übrigen Gebäudeteile werden mit Pfählen zusätzlich im Boden verankert.
Während der Voruntersuchungen zum Umweltverträglichkeitsbericht wurden 2006 verschiedene Sondierbohrungen in Forsthaus West durchgeführt. Aufgrund der Resultate erwartet man vor allem im Bereich des Kehrichtbunkers stärkere Setzungen. Bei der Planung sowie der Berechnung der notwendigen Gebäudetoleranzen wurde dies bereits entsprechend einkalkuliert. Setzungen sind bei so grossen Bauten üblich. Sie sind eine normale Reaktion des Bodens, wenn dieser durch den Aushub gelockert und anschliessen wieder belastet wird.
Für die kontrollierte Setzung wird der unterirdische Teil des künftigen Kehrichtbunkers mit 9‘000 Kubikmetern Wasser gefüllt. Das Gewicht entspricht etwa demjenigen des Bunkergebäudes im Endausbau. Das Auffüllen dauert ungefähr eine Woche. Anschliessend bleibt das Wasser für rund ein halbes Jahr in der Bunkerwanne, bis der Setzungsprozess abgeschlossen ist.
Das Prozessgebäude mit den Anlagen zur Abgasreinigung, der Energieproduktion und dem Kamin wird mit einer sogenannten Pfählung zusätzlich stabilisiert. Die Pfähle verstärken die Reibung im Untergrund und verhindern so eine weitere Setzung. Ergänzend wird die Bodenplatte des Gebäudes verstärkt, was die Lasten besser verteilt.




