23.04.2008
Gewinner des 2. Berner Energiepreis ist das Amt für Grundstücke und Gebäude des Kantons Bern. Ausgezeichnet wurde es dank seinen zahlreichen Massnahmen im Umweltbereich, welche den Energieverbrauch massiv gesenkt haben.
Bei der gestrigen Verleihung des 2. Berner Energiepreises im Bierhübeli ging das Amt für Grundstücke und Gebäude des Kantons Bern (AGG) als strahlender Sieger hervor. Es setzte sich gegen die ARA Region Bern AG und die Beck Glatz Confiseur AG durch, welche von der Jury ebenfalls nominiert waren. Bruno Rankwiler, Leiter Mandat Umwelt, Ökologie und Haustechnik des AGG, bekam die Preisträger-Skulptur von Kurt Nussbaum überreicht. Dessen Business Park Bern AG hatte im Juli 2007 den 1. Berner Energiepreis gewonnen.
Verwaltung von 2000 kantonalen Liegenschaften
Das Amt für Grundstücke und Gebäude des Kantons Bern (AGG) betreut und verwaltet mit 75 Mitarbeitenden rund 2000 kantonale Liegenschaften. Diese weisen ganz unterschiedliche Nutzungsarten und Baujahre auf. Das Portfolio reicht von Neubauten bis hin zu denkmalgeschützten Schlössern. Etwa 50 Prozent der Gebäudefläche befindet sich auf dem Gebiet der Stadt Bern. Als kantonales Amt kommt dem AGG eine Vorbildfunktion zu. Es hat beispielsweise für Neubauten den sogenannten Minergie-P-ECO-Standard als minimale Vorgabe definiert.
Ganzheitliche Vorgehensweise
Beim AGG hat die Jury vor allem das ganzheitliche Umweltmanagement überzeugt. Es handelt nach dem Energieleitbild 2001-2010 und ist nach ISO 14001 zertifiziert. In einer Datenbank werden die realisierten Massnahmen im Energiebereich festgehalten. Als Erfolgskontrolle für ihre Wirkung dient unter anderem die geführte Energiestatistik. 10,8 Mio. Franken wurden in den letzten drei Jahren in 250 Umweltmassnahmen am Standort Bern investiert, davon 60 Prozent in Energieeffizienz und erneuerbare Energien. Zudem wurde die Nutzungsfläche pro Vollzeitstelle reduziert, was den Energiebedarf senkt. Das Resultat aller Massnahmen kann sich sehen lassen: Der Wärmeenergieverbrauch hat sich seit 2001 um rund 1,1 Mio. Liter Heizöl für 1 Mio. Franken pro Jahr verringert. Ein wichtiger Teil des Umweltmanagements ist die richtige Kommunikation: Das AGG stellt in der eigenen Publikation «Umweltspiegel» erfolgreiche Projekte vor. Zudem führt es die Vortragsreihe «5-in» zu aktuellen Themen des umweltbewussten Bauens durch.
Engagement bekanntmachen
Neben dem Preisgeld von 25'000 Franken und der Preisträger-Skulptur aus einheimischem Holz profitiert das AGG von zahlreichen Kommunikationsmassnahmen, welche sein Engagement vorstellen. Dadurch sollen andere Berner Unternehmen zur Nachahmung angeregt werden, beispielsweise private Liegenschaftsverwaltungen. Gewinner sind – auch wenn sie nicht Preisträger wurden – genauso die ARA Region Bern AG und die Beck Glatz Confiseur AG: Können sie doch den Titel «Nominiert für den Berner Energiepreis 2008» für ihre Kommunikation nutzen.
Der Berner Energiepreis
Energie Wasser Bern und das Amt für Umweltschutz der Stadt Bern haben 2007 gemeinsam den Berner Energiepreis lanciert, um Firmen auszuzeichnen, welche sich in den Bereichen Energieeffizienz und erneuerbare Energien stark engagieren. Die Preissumme beträgt 25’000 Franken. Eine unabhängige Fachjury vergibt den Berner Energiepreis nach folgenden Kriterien: Energieeffizienz, Einsatz von erneuerbaren Energien, Innovationsgehalt, Wirtschaftlichkeit, Übertragbarkeit auf andere Unternehmen sowie Vereinbarkeit mit der Energiestrategie der Stadt Bern. Jeweils Anfang Jahr können interessierte Unternehmen ihr Bewerbungsdossier einreichen. Weitere Infos zum Berner Energiepreis: www.berner-energiepreis.ch




