25.01.2008
Zwei entfernbare Notentlastungen in der Matteschwelle haben sich beim letzten Hochwasser der Aare im August 2007 bereits bewährt. Nun erhöht Energie Wasser Bern die Wehrpfeiler und realisiert damit eine weitere wichtige Schutzmassnahme.
Die Matteschwelle dient der Stromproduktion im Kraftwerk Matte. Energie Wasser Bern unterhält und steuert die Matteschwelle samt ihren vielen Schleusen. Als Hochwasser-Schutzmassnahme hat Energie Wasser Bern im April 2006 vier Handschleusen umgebaut. Im Notfall kann sie ein Kran schnell in zwei Elementen von je acht Metern aus ihrer Verankerung heben und entfernen. Das Schwemmholz staut sich somit nicht mehr vor der Schwelle, sondern kann in diesem Bereich gut abfliessen. Die zwei Notentlastungen haben sich beim letzten Hochwasser im August 2007 bereits bewährt. Damit vom Ufer aus noch mehr Schwemmholz rasch entfernt werden kann, beschafft Energie Wasser Bern zudem einen zweiten Greifer.
Steuerung vor Wasser schützen
Zurzeit realisiert Energie Wasser Bern nun eine weitere Schutzmassname: Die Wehrpfeiler bei den Schwellen werden erhöht, teilweise um mehr als einen Meter. Diese Betonteile enthalten die mechanischen und elektrischen Einrichtungen, damit die automatisierten Schleusen ferngesteuert bedient werden können. Beim Hochwasser 2005 waren sie überschwemmt worden. Die elektrische Steuerung fiel aus, wodurch die Schleusen nicht mehr manövrierbar waren. Nun werden die Pfeiler so erhöht, dass im Notfall selbst bei Hochwasser ein Einstieg möglich ist und die Schleusen von Hand betätigt werden können. Zudem erhalten die Wehrpfeiler wasserdichte Einstiegsdeckel. Dadurch wird die Zerstörung von elektrischen Teilen durch Wasser verhindert.
Einzigartige Konstruktion
Energie Wasser Bern realisiert die Erhöhung und die technischen Anpassungen zusammen mit Fachleuten der B+S Ingenieur AG. Da die Installationen bei der Matteschwelle einzigartig sind, gibt es am Markt keine Standardlösungen, welche übernommen werden können. Die Arbeiten an den Wehrpfeilern und der Steuerung kosten rund 500'000 Franken und sollen bis im April 2008 abgeschlossen sein.




