21.03.2007
WVRB. Morgen Donnerstag findet der jährliche Weltwassertag statt. Für die Schweizer Wasserversorgungen ist dies die Gelegenheit, auf die sehr gute Qualität des Trinkwassers aufmerksam zu machen. Auch die Gemeinden des Wasserverbunds Region Bern versorgen die Bevölkerung mit bestem Trinkwasser aus mehreren Fassungsgebieten.
Seit 2004 sind alle Wasserversorgungen der Schweiz verpflichtet, mindestens einmal im Jahr über die Qualität des abgegebenen Trinkwassers zu informieren. Der jährliche Weltwassertag bietet eine gute Gelegenheit dafür. An diesem Tag soll der Bevölkerung nicht nur vor Augen geführt werden, wie privilegiert die Schweiz angesichts ihres einwandfreien Trinkwassers ist. Die Konsumentinnen und Konsumenten sollen auch erfahren, dass die Ökobilanz von Trinkwasser ausgezeichnet ausfällt. Für Mineralwasser wird laut einer 2006 veröffentlichten Studie von der Gewinnung bis zum Konsum nämlich bis zu 1000 Mal mehr Energie aufgewendet als für Hahnenwasser.
Wasser aus vier Fassungsgebieten
Die Wasserverbund Region Bern AG (WVRB) versorgt 9 Gemeinden mit Trinkwasser. Dieses stammt hauptsächlich aus vier Fassungsgebieten: Kiesen und Belpau (Grundwasser Aaretal), Aeschau (Grundwasser Emmental) und aus den südlichen Quellen rund um Schwarzenburg. Diese Hauptfassungen werden ergänzt durch Quell- und Grundwasserfassungen in den Gemeinden Frauenkappelen, Ostermundigen und Wohlen. Tägliche Kontrollen im Labor sorgen für die nötige Qualitätssicherung. Erfreulicherweise kann gesagt werden, dass die mikrobiologischen und chemischen Werte des Wassers des WVRB weit unterhalb der gesetzlich vorgeschriebenen Toleranzwerte liegen und die Anlagen alle hygienischen Anforderungen erfüllen. Die Wasserhärte bewegt sich in der Regel zwischen 22 und 32 französischen Härtegraden. Das Wasser ist also mittelhart bis hart.
Aufbereitung zur Qualitätssicherung
Das Quellwasser wird zunächst filtriert und ozoniert. Das Grundwasser wird teilweise mit Chlor bzw. Chlordioxid aufbereitet. Damit die Qualität auch im Leitungsnetz erhalten bleibt, wird dem Wasser bei Bedarf eine geringe Menge Chlor als so genannter Netzschutz beigemischt. Diese Zusätze lösen sich im Netz auf dem Weg zu den Konsumentinnen und Konsumenten auf und können im Normalfall beim Genuss von Trinkwasser nicht mehr wahrgenommen werden. Sie sind gesundheitlich unbedenklich, sondern dienen im Gegenteil dazu, die ausgezeichnete Qualität des Wassers zu sichern.
Wasserqualität vergleichen
Der Schweizerische Verband des Gas- und Wasserfaches (SVGW) betreibt seit 2005 die Website www.wasserqualitaet.ch, auf welcher die Wasserversorgungen ihre Qualitätsdaten aufschalten können. Dies ermöglicht für die Konsumentinnen und Konsumenten nicht zuletzt, die Güte des eigenen Wassers mit anderen zu vergleichen. Auch mehrere Gemeinden des Wasserverbunds Region Bern publizieren auf der Website regelmässig ihre Angaben zur Wasserqualität.
Der Wasserverbund Region Bern AG (WVRB AG) gehören die Einwohnergemeinden Bolligen, Bremgarten, Frauenkappelen, Ittigen, Kirchlindach, Ostermundigen, Wohlen und Zollikofen sowie Energie Wasser Bern (ewb) an. Zweck des seit 1974 bestehenden Wasserverbundes ist die Gewährleistung der Versorgung der angeschlossenen Gemeinden und Aktionäre mit Wasser sowie die Zusammenarbeit unter den Beteiligten und mit Dritten im Bereich der Wasserversorgung. Der Wasserverbund versorgt rund 190'000 Einwohner.






