GleicheHelligkeitbeivielkleineremStromverbrauch
ÖffentlicheBeleuchtunginderunterenAltstadtsaniert

25.07.2007

Die Beleuchtung der Strassen und Gebäude in der Kram- und Gerechtigkeits­gasse verbraucht seit kurzem viel weniger Strom als bisher. Energie Wasser Bern liess die denkmalgeschützten Leuchten von einer deutschen Spezialfirma aufwändig sanieren. Gleichzeitig wurde die Sicherheit verbessert.

Die öffentliche Beleuchtung im Berner Altstadtbereich muss mehreren Ansprüchen genügen: Sie soll die Strassen und Gebäude in einem angenehmen Licht erhellen, muss denkmalschützerische Vorgaben einhalten und vor Vandalismus geschützt sein. Gleichzeitig soll der Stromverbrauch möglichst tief gehalten werden. In der Kram- und Gerechtigkeitsgasse hat Energie Wasser Bern diese Aufgabe mit einem aufwändigen Sanierungsprojekt gelöst.

Ersatz durch moderne Leuchten nicht möglich

Die bisherigen Leuchten in den beiden Gassen der unteren Altstadt waren veraltet. Bezüglich Energieeffizienz, Lichttechnik und mechanischer Festigkeit entsprachen sie nicht mehr dem Stand der Technik. Am einfachsten wäre es gewesen, die alten Leuch­ten durch handelsübliche, moderne zu ersetzen. Dies war aber nicht möglich, weil die Leuchten unter Denkmalschutz stehen: Sie wurden Ende der 1950er-Jahre eigens für die untere Altstadt entwickelt und sind im Design so­mit einzigartig.

4 Monate Sanierungszeit

Im Auftrag von Energie Wasser Bern hat eine deutsche Spezialfirma diese Arbeiten in zwei Etappen durchgeführt. An jedem Tragseil, welches über die Gassen gespannt ist, hängen zwei Leuchten. Während der Sanierungszeit von 4 Monaten blieb jeweils eine Leuchte in Betrieb, damit die Gassen abends erhellt waren. Weil die sanierten Leuchten schwerer sind als vorher, mussten die bisherigen Tragseile durch neue aus Stahl ersetzt werden. Auch die Kabelleitungen, welche die Leuchten ab den Siche­rungs­­kästen mit Strom versorgen, wurden ausgewechselt. Dadurch sind sie sicherer und besser vor Vandalismus geschützt.

70 Prozent weniger Stromverbrauch

Rund 170’000 Franken haben die Sanierungsarbeiten gekostet. Das Resultat kann sich sehen lassen: Bei gleicher Helligkeit ist für die Strassenbeleuchtung nur noch eine Leistung von insgesamt 84 Watt statt 300 Watt nötig, was einer Einsparung von über 70 Prozent ent­spricht. Noch grösser ist der Spareffekt bei der Fassaden­beleuch­tung mit insgesamt 49 statt 200 Watt. Neu werden Halogenmetall-Dampf-Lampen einge­setzt. Das Licht erscheint dadurch in warm-weissem Farbton ähnlich wie bei Glüh­lampen. Durch die gute Farbwiedergabe treten die historischen Sandstein­fassaden auch bei Nacht in unverfälschter, natürlicher Farbe hervor und geben den Gassen ein angenehmes Ambiente.

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