UmsatzundBetriebsgewinnhöheralserwartet
Jahresabschluss2005vonEnergieWasserBern

31.03.2006

Energie Wasser Bern hat im vergangenen Jahr mehr Energie verkauft und mit 378 Millionen Franken deutlich mehr Umsatz erwirtschaftet als 2004. Der Be­triebs­gewinn fällt zwar geringer aus als im Vorjahr, aber höher als budgetiert. An die Stadt Bern als Eigentümerin lieferte das Energieversor­gungs­unter­neh­men 32,4 Millionen Franken ab, 1,4 Millionen mehr als 2004.

 

Energie Wasser Bern (ewb) schliesst das Jahr 2005 deutlich besser ab als erwartet: Statt der budgetierten 48 Millionen Franken betrug der ordentliche Gewinn 52 Millio­nen Franken. Zurückzuführen ist dies vor allem auf den gegenüber dem Vorjahr deut­lich gesteigerten Umsatz. Bei allen Energien (Strom, Gas, Fernwärme) nahm der Absatz zu. Beinahe unverändert blieben die verkaufte Wassermenge und die Menge des verwerteten Kehrichts. An die Stadt Bern lieferte ewb 32,4 Millionen (+4,5%) ab.

 

Benötigter Strom selber produziert

Gemäss dem gesamtschweizerischen Trend stieg auch in Bern der Stromverbrauch im vergangenen Jahr weiter an (+2,3%). Übers ganze Jahr gesehen konnte ewb in den eigenen Berner Anlagen und in den grossen Partnerwerken, an denen das Unternehmen beteiligt ist, weiterhin mehr Strom produzieren (1'282 GWh) als ins Stadtnetz abgegeben wurde (1'013 GWh). Der Überschuss wurde allerdings vor allem im Sommer und an den Randzeiten realisiert. Für die Bezugsspitzen – insbesondere im Winter -  war wiederum der Zukauf bei Partnerfirmen und an den Strombörsen nötig. Die Marktentwicklung auf dem Energiebeschaffungsmarkt führte bei der Sparte Elektrizität zu einem kleineren ordentlichen Gewinn (39,0 Mio. Fr.) als im Vorjahr (46,8 Mio. Fr.).

 

Kompensiert wurde dies teilweise durch das erfreuliche Resultat beim Erdgas. Dort konnte der ordentliche Gewinn von 2,2 Millionen Franken im Jahr 2004 auf 5,1 Millionen Franken im vergangenen Jahr gesteigert werden. Allerdings musste ewb für die Sanierung des ehemaligen Gaswerk-Areals rund 11 Millionen Franken Rück­stel­lungen vornehmen, was sich auch auf den Jahresgewinn des Unternehmens (41,1 Mio. Fr.) aus­wirkte.

 

Wichtige Bauprojekte

Neben der zuverlässigen Energie-, Wasserversorgung und Kehrichtverwertung trieb ewb im vergangenen Jahr mehrere Projekte erfolgreich voran. Das grösste Bauvor­haben war die Sanierung der Werkleitungen in Kramgasse und Gerechtigkeitsgasse, welche termingerecht abgeschlossen wurde. Im Sommer begannen die Bauarbeiten für das Technische Zentrum Holligen, welches ab 2008 neben dem Areal an der Monbijoustrasse der zweite Hauptstandort von ewb sein wird. Nicht minder wichtig ist für das Unternehmen die neue Kehrichtverwertungsanlage, welche ihren Betrieb voraussichtlich 2012 aufnehmen wird. Sowohl räumlich als auch personell ausgebaut wurde die Energieberatung. Damit trug ewb der grösseren Nachfrage nach Bera­tungs­dienstleistungen Rechnung. Tipps rund um Energie sparen und optimale Beleuchtung sowie Heizungsberatungen werden dabei am häufigsten gewünscht.

 

Ökofonds: Mehrere Förderprogramme und Projekte realisiert

Zehn Prozent des Jahresgewinns, den Energie Wasser Bern an die Stadt Bern ausschüttet, fliessen in den so genannten Ökofonds. Damit werden erneuerbare Energien und energieeffiziente Technologien gefördert. 2005 wurden gleich mehrere Förderprogramme lanciert: Neben der äusserst erfolgreichen Verkaufsförderung von Elektrovelos wurden aus dem Ökofonds auch private Fotovoltaikanlagen, Wärme­pumpen und Sonnenkollektoren unterstützt. Zudem erhielten zwei Pionierprojekte von überregionaler Ausstrahlung Beiträge aus dem Ökofonds: die Biogas-Aufbereitungs­anlage in der ARA Region Bern und die neuen Gasbusse von BERNMOBIL.

DerJahresabschluss2005inZahlen

 

 

Ordentlicher Betriebsertrag

377,8 Mio. Fr.

(+4,7%)

Ordentlicher Betriebsaufwand

328,0 Mio. Fr.

 (+8,5%)

Finanzergebnis

2,3 Mio. Fr.

(-8,6%)

Ordentlicher Gewinn

52,1 Mio. Fr.

(-8,6%)

Jahresgewinn

41,1 Mio. Fr.

 (-21,2%)

Ablieferung an Stadt Bern

32,4 Mio. Fr.

(+4,5%)

Personalbestand in
Stellen (zu 100%)

602

 (-1)

Stromverkauf

1’013 GWh

 (+2,3%)

Gasverkauf

1’322 GWh

(+1,2%)

Fernwärmeverkauf

260 GWh

(+2,9%)

Verwerteter Kehricht

108’960 t

(+0,1%)

Wasserabgabe

20'456’000 m3

 (-1,0%)

Ø Erneuerungsrate Netze

2,0%

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