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Das Wasser, das die Stadt Bern aus den südlichen Fassungen bezieht, ist nicht Grundwasser, sondern Quellwasser. Diese Quellwasserfassungen befinden sich in der Nähe der Ruine Grasburg, östlich von Schwarzenburg, bei Aekenmatt, bei Mittelhäusern und im Scherlital. Die Erschliessung der südlichen Fassungsgebiete geht in die Jahre 1870 bis 1896 zurück. Die meisten Quellen befinden sich heute in einem Wasserschutzgebiet. Da die Gegend landwirtschaftlich intensiv genutzt wird und zudem die Quellen hier zu wenig überdeckt sind, wird das Regenwasser ungenügend gefiltert. Das gefasste Wasser muss daher im Reservoir Könizberg mit Hilfe einer Filter- und Ozonanlage zu Trinkwasser aufbereitet werden.
Technische Daten Wasserfassung südliche Quellen | |
|---|---|
Betriebsaufnahme: | 1868 |
Anzahl Bauwerke: | 159 |
Wasserfassung/min: | 12'500 l |
Fassungsleitungen: | 24 km |
Transportleitung: | 26 km |
Am südlichen Rand des Könizbergwaldes liegt das Reservoir Könizberg. Es wird von den südlichen Quellen gespeist. Das hereinfliessende Wasser gelangt in die Schnellfilterbecken und durchläuft eine 80 Zentimeter dicke Sandschicht. Dieser Sand weist eine Körnung von 0,4 bis 0,9 Millimeter auf. Bei Bedarf wird der Sand einmal in 1 bis 10 Tagen durch Rückspülungen gesäubert.
Das filtrierte Wasser durchläuft die Ozonanlage, wird dort mit Ozon angereichert und bleibt 5 bis 10 Minuten in der Reaktionskammer. Danach gelangt das Wasser ins Reservoir und durch die Leitung ins Versorgungsnetz. Ozon (03) ist ein Gas, das unter hoher elektrischer Spannung aus angereichertem Luftsauerstoff erzeugt wird. Allfällige Schadstoffe im Wasser werden durch das Ozon zerstört; danach baut es sich selber wieder zu Sauerstoff ab und verflüchtigt sich.
Dem Quellwasser im Könizberg werden zwischen 3’500 und 5’000 Minutenliter Aaretalwasser beigemischt. Auf diese Weise wird der Nitratgehalt unter 25mg/Liter gesenkt.






