Erdgasfahrzeuge Mehr
Erdgas als Treibstoff wird in der Abrechnungseinheit Kilogramm angegeben. 1 kg Erdgas kostet derzeit durchschnittlich CHF 1.69. So tanken Sie auf den Energiegehalt umgerechnet bei einem derzeitigen Durchschnittspreis von CHF 1.69 pro kg zu CHF 1.15/Liter Benzin oder CHF 1.27/Liter Diesel.
Ein Erdgasfahrzeug wird mit komprimiertem Erdgas als Treibstoff betrieben und ist mit einem Verbrennungsmotor als Antriebsaggregat ausgestattet. Die Motoren arbeiten genauso wie herkömmliche Ottomotoren. Anstatt eines Benzin Luftgemisches wird ein aufbereitetes Erdgas-Luftgemisch in den Zylindern verbrannt.
Erdgasfahrzeuge haben einen wirtschaftlichen Vorteil durch geringere Betriebs- und Treibstoffkosten. Zusätzlich ermöglichen sie eine Schadstoffreduzierung von bis zu 80 % gegenüber Benzin- und Dieselfahrzeugen.
Lediglich weitere Fahrten setzen derzeit noch eine gute Reiseplanung voraus, weil sich das Tankstellennetz im Aufbau befindet.
Gegenüber einem Benzinfahrzeug können Sie bis zu 39 % Ihrer Treibstoffkosten sparen, gegenüber einem Dieselfahrzeug bis zu 36 %. Die Preise variieren von Region zu Region.
Ja, ein weiterer Vorteil eines Erdgasfahrzeuges. Biogas wird aus einheimischen Abfällen (Kompost, Klärschlamm, Schlachtabfällen) gewonnen. Es ist CO2-neutral und erneuerbar.
Ja, denn der Schadstoffausstoß kann bis zu 80 % reduziert werden. Erdgasfahrzeuge haben ein geringeres Ozon- und Smog-Potenzial, stoßen keine Rußpartikel, bedeutend weniger Stickoxide und keinen Schwefel aus und bei der Betankung entstehen keine Emissionen.
In Italien wurde bereits seit 1930 Erdgas als Treibstoff angeboten. Damals um das in Norditalien geförderte Erdgas vielfältig nutzen zu können. In Deutschland und in der Schweiz ist die aktive Entwicklung seit 1995 dabei. Weltweit fahren ca. 7,2 Millionen Erdgasfahrzeuge, davon jeweils 1,5 Millionen in Brasilien und Argentinien (Stand: Dezember 2007).
In den Schweiz sind mittlerweile über 7'000 Erdgasfahrzeuge im Strassenverkehr unterwegs. Das Fahrzeugangebot hat sich in den letzten Jahren stark ausgebaut. Für jedes Bedürfnis finden Sie das entsprechende Angebot. Allerdings bietet nicht jede Marke Erdgasmodelle an.
Man unterscheidet grundsätzlich zwischen Serienfahrzeugen oder nachträglich umgerüsteten bzw. auf Erdgasantrieb erweiterte Fahrzeuge. Wir empfehlen Ihnen den Kauf eines Serienfahrzeuges ab Werk - neu oder gebraucht.
Zur Zeit werden PW-Serienfahrzeuge von den Herstellern Chevrolet, Citroen, Fiat, Ford, Mercedes-Benz, Opel, Peugeot, Volkswagen und Volvo angeboten. Auch Sonderfahrzeuge wie Busse, leichte Nutzfahrzeuge und Stapler werden angeboten.
Grundsätzlich ist jedes gängige Fahrzeug mit Benzin-Ottomotor umrüstbar bzw. auf Erdgasantrieb zu erweitern. Man sollte sich jedoch, gründlich und ausreichend über die Vor- und Nachteile informieren: Den günstigeren Treibstoffkosten und den verringerten Schadstoffemissionen stehen hohe Anschaffungskosten, geringe Reichweiten, Platzbedarf für den nachträglichen Einbau der Flasche, Antriebsverluste, ein für Erdgas meistens nicht sehr gut optimierter Benzinmotor sowie Garantieverluste bei Neufahrzeugen gegenüber.
Dieselmotoren sind auf Erdgasantrieb nicht nachrüstbar.
Die Kosten für die Umrüstung/ Erweiterung variieren derzeit bei Personenwagen je nach Modell, zwischen CHF 5'000 und CHF 8'000.
Grundsätzlich ist dies wie bei allen komprimierten Gasen von Druck und Temperatur abhängig. Erdgas wird mit einem Druck von mind. 200 bar in den Tank gepresst. Je nach Fahrzeugmodell kann zwischen 10 und 36 kg getankt werden.
Ja, die Anschaffungskosten bei Erdgasfahrzeugen vergleicht man in der Regel mit den Mehrkosten für ein Dieselfahrzeug. Die Kosten liegen bis CHF 2'500 über dem Dieselmodell. Bei manchen Herstellern ist die Erdgasvariante bereits günstiger als das Dieselmodell. Die Mehrkosten gegenüber den benzinbetriebenen Fahrzeugen liegen zwischen CHF 2'000 und CHF 5'500 je nach Fahrzeugmodell. Auf Grund der günstigen Treibstoffkosten amortisiert sich die Anschaffung eines Erdgasfahrzeugs bei grossen Fahrtstrecken und einer Kilometerleistung ab ca. 20'000.
Ja, um die Anschaffung eines Erdgasfahrzeuges noch attraktiver zu machen, gibt es ein schweizweit einheitliches Förderprogramm: Das abhängig vom Wohnort zuständige Gasversorgungsunternehmen, unterstützt Käuferinnen und Käufer pro neu gekauftes und in Verkehr gesetztes Erdgasfahrzeug einheitlich und markenunabhängig mit einem einmaligen Förderbeitrag von CHF 1'000.-.
Durch die steigende Nachfrage nach gebrauchten serienmässigen Erdgas-Fahrzeugen ist der Wiederkaufswert entsprechend gut. Die Fachleute prognostizieren einen höheren Werterhalt. Erleichtert wird der Verkauf über spezielle Verkaufsbörsen im Internet:
Unter www.erdgasfahren.ch ist ein Forum mit spannenden Informationen zu Erdgas als Treibstoff eingerichtet.
Ja, von Erdgasfahrzeugen geht keine erhöhte Gefahr aus, wenn der Gastank fachmännisch behandelt wird. Obwohl unter 200 bar Druck stehend, ist der Tank die stabilste Komponente im Fahrzeug. Die Sicherheitsprüfung schreibt einen Berstdruck von 600 bar vor - das übersteigt auftretende Crash- und Hitzebelastungen bei Weitem. Crashtests haben dies ausreichend bewiesen. Zusätzliche Sicherheitsventile sorgen im Schadensfall zudem für gezieltes Abblasen oder bei Hitzeeinwirkung für gezieltes Abbrennen des Gases. Sicherheit ist besonders wichtig. Erdgas ist leichter als Luft und hat mit 650 °C Celsius eine vergleichweise hohe Zündtemperatur. Konsequenz gegenüber konventioneller Fahrzeugen: Die Unfallgefahr ist deutlich geringer.
Die Brandgefahr ist auf ein Minimum beschränkt: Die Gastanks, in denen das Erdgas mit einem Druck von 200 bar gespeichert wird, sind aus Spezialstahl und für eine Druckbelastung von 600 bar (Berstdruck) ausgelegt. Jeder Behälter wird vor dem Einbau individuell geprüft. Zum zusätzlichen Schutz im Falle einer Kollision sind die Tanks üblicherweise an der sichersten Stelle im Auto eingebaut.
Mit dem Erdgas- und Biogastankstellenverzeichnis von gasmobil ist jede Tankstelle einfach zu finden. Weiter gibt es verschiedene Services wie z. B. mobile Navigationssysteme, Routenplaner, etc.
Mittlerweile gibt es in der Schweiz bereits 110 Erdgastankstellen. Bis Ende des Jahres 2009 werden es geschätzte 130 Tankstellen sein.
Die meisten der über 100 Erdgastankstellen in der Schweiz liegen in unmittelbarer Nähe in einer maximalen Entfernung von ca. 3 km oder direkt an der Autobahn.
Erzeugen Sie Nachfrage. Erkundigen Sie sich bei Ihrem zuständigen Gasversorgungsunternehmen, ob eventuell eine Tankstelle in Planung ist.
Nein, denn im benachbarten Ausland, besonders in Italien, Österreich und Deutschland ist bereits eine gute Infrastruktur vorhanden. Andere europäische Länder wie z. B. Niederlande, Tschechien, Frankreich und Spanien wollen sich anschliessen.
In Europa wird mittels eines einheitlich, standardisierten Füllstutzens vom Typ NGV1 (für PW) und NGV2 (für LKW/Busse) getankt. Einzige Ausnahme: Südliche Regionen von Italien aufgrund eines älteren Füllstutzen-Systems.







