HäufigeFragenKehrichtverwertung
Was wurde mit dem Kehricht der Stadt Bern früher gemacht?

Vor der Inbetriebnahme der Kehrichtverwertungsanlage (KVA) im Jahr 1954 brachte die Stadt Bern ihren Kehricht vom Fischermätteli aus per Bahn nach Witzwil. Dort wurde er in der Strafanstalt sortiert. Aus dem Kehricht gewann man Kompost, Tierfutter sowie Brennbares zur Erzeugung von Dampf.

Wie stark hat die Kehrichtmenge seit der Inbetriebnahme der KVA zugenommen?

In den letzten rund 50 Jahren hat die Kehrichtmenge um 350 Prozent zugenommen.

Im Kehricht kommen auch Metalle vor. Belastet ihre Verbrennung nicht die Umwelt?

Wir haben unsere KVA in den letzten Jahrzehnten ständig auf den neusten technischen Stand gebracht. Mit den gewählten Verfahren können Metalle im Kehricht recycliert werden. Pro Jahr werden so beispielsweise 50 Kilogramm Quecksilber, 1.5 Tonnen Blei, 60 Tonnen Zink und 1 Tonne Cadmium zurückgewonnen.

Müssen auch heute noch Stoffe aus der Kehrichtverbrennung deponiert werden?

Pro Tonne Kehricht fallen drei Kilo Filterkuchen an, die deponiert werden müssen.

Um wie viel nimmt das Gewicht des Kehrichts bei der Verbrennung ab?

Abfall reduziert sich nach dem Verbrennen auf 1/12 des ursprünglichen Volumens und auf 1/4 des vorherigen Gewichts.

Wie viele kWh Strom können pro Tonne Holz in der neuen KVA erzeugt werden?

Dies hängt von dem Feuchtigkeitsgehalt des Holzes ab. Man geht davon aus, dass 1 Tonne Holz ungefähr 2,7 MWh Strom erzeugt werden kann. Das entspricht 2'700 kWh Strom.

Warum muss ich Kehrichtgebühren bezahlen, wenn ich doch Gebührenmarken auf die Kehrichtsäcke klebe?

Mit der Grundgebühr wird der städtischen Abfallentsorgung eine Minimaleinnahme garantiert. Sie deckt aber nicht die gesamten Kosten ab. Die Ausgaben für die Gebührenmarken richten sich nach der Abfallmenge. Es lohnt sich daher, diese möglichst gering zu halten.

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